Mittwoch, 19. August 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Anwohner-Ärger am Film-Set - Pumuckl klaut unsere Parkplätze!

Bild ·
Anwohner-Ärger am Film-Set - Pumuckl klaut unsere Parkplätze!

München – Es ist ein urtypisches Münchner Viertel. Ein Ort, an dem jeden Moment der Pumuckl ums Eck kommen könnte. Doch den Anwohnern im Lehel ist das Lachen vergangen. Immer wieder wird in einem Haus in der Thierschstraße für die neuen Kobold-Folgen gedreht – und dann ist jedes Mal die halbe Straße für die Produktions-Autos gesperrt.

Angela Wilson (82) wohnt neben dem Filmhaus. Von ihrem Balkon aus beobachtet sie den Kranwagen, der einen Scheinwerfer in den dritten Stock hebt. Allein dieser Lkw belegt mindestens drei Parkplätze , die sonst an dieser Seite für die Anwohner reserviert sind.

„Ich verstehe nicht, dass die Stadt München in unserer Straße immer wieder diese Halteverbotsflächen genehmigt“, sagt die ehemalige Politikwissenschaftlerin zu BILD. „Und dazu kommt, dass unser schönes Viertel so in einen hässlichen Industriepark verwandelt wird.“

Wilson lebt seit 1969 im Haus und hat eine Wut auf den Nachbarn, der sein Haus an die Filmleute vermietet. „Ich hab’ ja nichts gegen den Pumuckl, meine Enkel schauen ihn doch auch gern. Aber dieser Spekulant vermietet sein Haus lieber an die Produktionsfirmen, weil das mehr Geld bringt.“

Alle paar Meter grinst dieser Tage Pumuckl von den Flugblättern, die das Produktionsteam aufgehängt hat, um die Anwohner zu beruhigen. „Wir sind bemüht, Ihren Alltag so wenig wie möglich zu beeinträchtigen“, steht dort. Nicole Giesa, Sprecherin der „Neuesuper“, zu BILD: „Die Dreharbeiten in dem Haus haben diesmal nur sieben Tage gedauert.“ Nachbarin Wilson setzt entgegen: „Die Dreharbeiten vielleicht. Aber die Arbeiten begannen schon lange vor dem eigentlichen Dreh.“

Sarah Shahi betreibt das Restaurant Tahdig gegenüber dem Dreh-Haus. „Manchmal kreise ich hier eine halbe Stunde, um einen Parkplatz zu finden“, sagt sie BILD. „Unsere Kunden beschweren sich auch. Ich hab’ ja nichts gegen die Filmleute, die tun was für die Gesellschaft. Aber warum hier, wo sie die halbe Straße blockieren?“

Rainer Scharrenberg (83) ist wegen der Halteverbotsschilder regelrecht geschockt. Der Galerist („Druck+Galerie“) zu BILD: „Ich hatte Glück, dass sie mich nicht abgeschleppt haben. Ich musste verreisen, wollte meinen Wagen auf einem Anwohnerparkplatz stehen lassen. Kurz vor meiner Abreise erfuhr ich von der Sperrung und konnte noch rechtzeitig umparken.“

Andrea Stadler-Bachmaier (51) ist Vorsitzende des zuständigen Bezirksausschusses, sie kennt das Problem. „Die Anwohner haben sich schon mehrfach gemeldet. Ich kann den Ärger verstehen. Das Viertel ist ungewöhnlich dicht besiedelt und hat ohnehin wenig Parkplätze. Das Thema kommt bei uns nach den Ferien auf die Tagesordnung.“

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›