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Ermittler fanden Videos auf Handy - Schändete Aushilfsgärtner 7 Tote in Klinik?

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Ermittler fanden Videos auf Handy - Schändete Aushilfsgärtner 7 Tote in Klinik?

Bielefeld (NRW) – Was Klinikmitarbeiter und Polizisten da entdeckten, erschüttert selbst erfahrene Ermittler. Der Aushilfsgärtner Sven J. (40) soll sich in der Pathologie des Lukas-Krankenhauses in Bünde an mindestens sieben Toten (sechs Frauen, ein Mann) sexuell vergangen haben. Jetzt steht der Familienvater (vier Kinder, das jüngste ist sechs Monate alt) wegen der Leichenschändung vor Gericht.

Mitarbeiter der Klinik schöpften im Juni und Dezember 2025 Verdacht. „Es wurden Unregelmäßigkeiten im Bereich der Verstorbenenversorgung festgestellt“, so eine Sprecherin zu BILD. Bedeutet: Die Auffindesituationen der Leichen deuteten auf die schockierenden Taten hin.

Sofort wurde die Polizei informiert, Anzeige erstattet, das Schließsystem ausgetauscht und zusätzlich eine Videoüberwachung installiert. Zunächst blieb der Leichenschänder unerkannt, ein Verfahren wegen Störung der Totenruhe wurde eingeleitet. Nekrophilie, die sexuelle Anziehung zu verstorbenen Menschen, ist in Deutschland kein Straftatbestand.

Ein weiteres Verfahren hatte die Polizei auf die Spur von Sven J. gebracht. Ursprünglich hatte sie wegen des Verdachts auf Besitz kinderpornografischer Inhalte gegen ihn ermittelt. Die Fahnder rückten zur Hausdurchsuchung an seinem Wohnsitz nahe der Klinik an und stellten dabei auch sein Handy sicher. Bei der Auswertung der Daten sollen die Beamten auch auf Videos der mutmaßlichen Leichenschändungen gestoßen sein.

Danach geriet er immer mehr ins Visier der Ermittler: Über eine Leiharbeitsfirma hatte Sven J. zuvor dort als Aushilfsgärtner für die Außenanlagen gearbeitet. Dafür hatte er einen Schlüssel zur Prosektur, in der Toten aufgebahrt werden, bekommen.

Bei seiner Festnahme hatte er wegen eines Verkehrsdeliktes mit einem Dienstwagen seinen Job bereits verloren. Den Schlüssel vom Klinikum soll er aber behalten haben.

Seit Januar sitzt Sven J. in U-Haft . Sein Prozess vor dem Landgericht Bielefeld läuft seit Juli 2026. Sven J. schweigt bislang.

Sein Anwalt Dr. Carsten Ernst zu BILD: „Am 24. August wird sich mein Mandant zu den Vorwürfen einlassen, allerdings nicht persönlich. Ich werde eine Erklärung für ihn verlesen.“ Für die Störung der Totenruhe liegt das Höchstmaß bei drei Jahren Haft.

Die Angehörigen der Toten wurden von der Polizei informiert. Die Sprecherin der Kreiskliniken zu BILD: „Den betroffenen Angehörigen gilt unser aufrichtiges Mitgefühl.“

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