Bei Angriff auf Kiew: Die Russen zerstören sogar den legendären Büchermarkt
Beim russischen Raketenangriff auf Kiew wurde am Wochenende auch der Büchermarkt zwischen Podil und Obolon zerstört. Es war einer der letzten Orte in der Ukraine, wo man noch russischsprachige Literatur kaufen konnte.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine verfolgt oft genug eine seltsame Logik. Dies fängt schon damit an, dass die Hauptleidtragende der russischen Aggression im Namen Wladimir Putins die Bewohner der ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk sind, mit deren "Schutz" der Kremlherrscher seinen Invasionstruppen den Marschbefehl gab. An diesem Wochenende zerstörten ballistische Raketen aus Russland einen der wohl letzten Orte in Kiew, an derer Vernichtung Russland interessiert sein sollte: den Büchermarkt in der Nähe der Kiewer U-Bahn-Station Potschajna in einem Industriegebiet zwischen dem historischen Stadtteil Podil und dem Stadtbezirk Obolon.
Schon im Juni war der legendäre Büchermarkt durch russischen Beschuss beschädigt worden. Beim Angriff in der Nacht auf den 16. August endete die Geschichte des Potschajna-Marktes, der einst wie die Gegend Petriwka hieß, benannt nach einem am Holodomor beteiligten sowjetischen Funktionär ukrainischer Abstammung, Hrihorij Petrorwskyj. Über 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche wurden zerstört. Die allermeisten Geschäfte wurden zumindest schwer beschädigt. Die Bilder der ausgebrannten Läden und verbrannten Bücher gingen durch das ukrainische Internet und um die Welt.
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