Versuchter Mord?: Armbrust-Angriff auf Ex-Vermieter: Angeklagter räumt Tat ein
Mit einer Armbrust soll ein Mann auf seinen ehemaligen Vermieter geschossen haben.
Vor Gericht spricht der 37-Jährige von Kränkung und Existenzängsten nach der Kündigung.
Nachdem ein Senior im März im Kreis Rendsburg-Eckernförde mit einer Armbrust schwer verletzt worden war, hat sich der Angeklagte vor dem Landgericht in Kiel zur Tat geäußert. „Es fing damit an, dass ich eine Krise hatte“, sagte der 37-Jährige.
So habe es schon länger finanzielle Probleme sowie Konflikte zwischen dem Angeklagten und seinem ehemaligen Vermieter gegeben - sei es wegen lärmender Nachbarn, nicht angebrachter Feuermelder oder nicht bekommenen E-Mails.
Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann zuvor beim heutigen Prozessauftakt vor, heimtückisch versucht zu haben, den Mann zu töten. „Der Angeklagte bewegte sich zur Wohnanschrift mit der Absicht, den Mann aus Wut zu töten, weil dieser ihm die Mietwohnung gekündigt hatte“, sagte Staatsanwalt Achim Hackethal.
Dafür habe er eine Armbrust und 19 Bolzen dabeigehabt.
Nach Angaben des Angeklagten machte er sich wegen der Probleme mit dem Vermieter und schließlich der fristlosen Kündigung am Abend des 16.
März mit dem Fahrrad und der Armbrust zum Grundstück des Vermieters auf.
Ihn habe ein „Gefühlschaos aus Kränkung und Existenzängsten“ begleitet, erklärte der Mann.
Er sei dabei ganz in Schwarz gekleidet gewesen und habe Handschuhe getragen, um nach eigener Aussage keine Fingerabdrücke zu hinterlassen.
Gleichzeitig habe er mit sich gerungen, ob er die Tat überhaupt durchziehen solle.
Ablauf der Tat Als der Angeklagte an der Wohnung eintraf, klingelte er laut Staatsanwalt an der Tür des 73-Jährigen und wartete auf der gegenüberliegenden Straßenseite, bis sich die Tür öffnete.
Um in der Dunkelheit unentdeckt zu bleiben, trug er schwarze Kleidung.
Als die Tür aufging, drehte er sich um und schoss ohne Vorwarnung auf den Senior.
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