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"Das beste Auto der Welt": Mit der Mercedes S-Klasse im Dauerlauf

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"Das beste Auto der Welt": Mit der Mercedes S-Klasse im Dauerlauf

Zum 140. Geburtstag hat sich Mercedes ein besonderes Geschenk gegönnt. Der Hersteller schickt unter Beobachtung der Öffentlichkeit zwei Erprobungs-S-Klassen um die Welt. Diese Aktion dient nicht nur dazu, deren Zuverlässigkeit zu testen.

"Das hier wird eine etwas längere Tour, pack' also genug Klamotten ein!" - so ungefähr dürften häufig Sprüche gelautet haben in Richtung derjenigen, die an dieser Ausfahrt beteiligt waren. Das ist nämlich nicht nur einfach eine kleine Spazierfahrt, sondern gleich eine Runde um die ganze Welt mit zwei Entwicklungsträgern, die sich aus Stuttgart aufgemacht haben, um durch die Kontinente zu streifen.

Wer sich dieses Jahr ein bisschen mit Mercedes beschäftigt hat, etwa um einen zu kaufen oder sich schlicht zu informieren, wird das Badge "140 Years" vielleicht schon irgendwo erblickt haben. Es prangt überall, auf der Website, auf Werbeplakaten, wird sogar auf den Displays der Fahrzeuge angezeigt. Da kann man mal sehen, wofür Over-the-Air-Technologie so alles taugt. Und jetzt dachte sich Mercedes, "wenn die Leute nicht zu uns kommen, kommen wir halt zu ihnen", also steckten Marketing- und Technikkollegen die Köpfe zusammen und überlegten, was sie tun könnten. Warum nicht 140 Plätze auf der Welt abfahren? 140 Years, 140 Places, so einfach ist das.

Begleitet von Ingenieuren aus der Langzeiterprobung auf Realerprobung, das wäre doch etwas. Also stellte Mercedes ein Team zusammen, zog zwei Entwicklungsautos aus dem Pool und legte los. Wie viele Kilometer am Stück kann ein Auto eigentlich machen, bis es den Geist aufgibt? Kommt natürlich auf die Belastung an, aber von diversen S- oder auch E-Klassen weiß man ja, dass sie schon über eine Million Kilometer abgespult haben mit einem einzigen Motor. Dagegen ist der Trip um die Welt ja harmlos, das sind ja bloß 40.000 Kilometer.

Genug immerhin, um herauszubekommen, ob etwas knarzt oder überhitzt oder sonst etwas. Und vor allem, um herauszubekommen, ob das S-Klasse-Vergnügen unter höchst unterschiedlichen Bedingungen gleich bleibt. Woran man häufig nicht denkt, was aber die Entwickler eines Weltautos berücksichtigen müssen: In anderen Regionen der Welt herrschen unterschiedliche Bedingungen, seien es die Anforderungen der Kundschaft, die Straßen oder das Wetter. Aber die S-Klasse muss immer gleich abliefern.

Überhaupt, die S-Klasse, die einer Legende nach das beste Auto der Welt sein soll. So jedenfalls titelte schon das Fachmagazin "Auto Motor und Sport" im Jahr 1975 beim Debüt des 450 SEL 6.9. Natürlich muss man das mit einem Augenzwinkern sehen.

Wenn man während der Monsunzeit in Delhi landet, erfährt man am eigenen Leib, was das mit den Bedingungen bedeutet. Fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit macht das Atmen zur Herausforderung, aber die Klimaanlage der Luxuskarosse muss trotzdem performen.

Beim ersten Inspizieren der S-Klasse, mit der ich von Delhi durch die Ganges-Ebene bis Bhutan fahren soll, fällt vor allem eines auf: Sie ist schon verdammt weit gereist. Viele Sticker auf der Heckscheibe weisen darauf hin.

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