Katholische Kirche: Papst wusste schon seit September von Krebsverdacht
Die Genesung von Papst Leo XIV. nach seiner Lungenkrebs-Operation macht nach Angaben der behandelnden Ärzte Fortschritte. Bei einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs sei eine „gute Erholung der operierten Lunge“ festgestellt worden, teilte das Ärzteteam der Gemelli-Klinik in Rom mit, wo der 71-Jährige seit Dienstag behandelt wird. Nach einem Bericht der Tageszeitung La Repubblica soll Leo schon seit Mitte September von der Auffälligkeit in seiner Lunge gewusst haben. Die Zeitung beruft sich auf Quellen im Vatikan.
In der Gemelli-Klinik unterzieht sich der gebürtige US-Amerikaner nun regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Dem Bulletin der Ärzte zufolge liegen alle Ergebnisse im normalen Bereich. Weiterhin unbekannt ist jedoch, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff, bei dem ihm ein bösartiger Tumor entfernt wurde, nun krebsfrei ist. Dazu gab es vom Vatikan und dem Krankenhaus bislang keine näheren Angaben.
Laut La Repubblica erfuhr Leo nach einer MRT-Aufnahme seines Bauchraumes am 14. September, seinem 71. Geburtstag, von einem möglichen Tumor. Nach seiner Frankreich-Reise habe er sich einer Computertomografie und weiteren Untersuchungen unterzogen, die den Krebsverdacht erhärteten.
Inzwischen hat auch US-Präsident Donald Trump Genesungswünsche an den Pontifex ausrichten lassen. „Ich wünsche mir, dass Papst Leo wieder gesund wird“, sagte Trump am Donnerstag von Journalisten angesprochen. „Wir wollen ihm unsere Liebe und unsere besten Wünsche übermitteln.“ Trump und Leo XIV. haben kein gutes Verhältnis, Trump hatte dem Papst vorgeworfen, zu liberal und zu schwach zu sein, nachdem dieser den US-Krieg gegen Iran scharf kritisiert hatte.
Der US-Präsident würdigte auch den ältesten Bruder von Papst Leo XIV., Louis Prevost, der derzeit ebenfalls wegen Blutkrebs in Behandlung ist. Leos Bruder sei „ein fantastischer Kerl“, er und seine Frau seien große Unterstützer und Anhänger der Maga-Bewegung, sagte Trump.
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