Sechs Jahre nach dem „Megxit“: Harry und Meghan: Royale Versöhnung oder Kampf der Höfe?
Prinz Harry und Meghan kehren übereinstimmenden Berichten zufolge mit ihren Kindern nach Großbritannien zurück.
Was bedeutet das für die britische Königsfamilie? Und was wird William sagen? Die mediale Bombe war eingeschlagen, doch Prinz Harry tat so, als wäre nichts gewesen.
Mit Anzug und Krawatte trat der 41-Jährige bei einer Veteranenveranstaltung in Washington auf, und sagte über die kurz zuvor verbreitete explosive Nachricht seiner Rückkehr nach Großbritannien kein Wort.
Mehr als sechs Jahre nach dem Bruch mit der Königsfamilie planen Harry und Ehefrau Meghan (45) den Umzug mit ihren beiden Kindern noch in diesem Monat, wie britische Medien übereinstimmend berichten. „Harry und Meg kommen nach Hause“, titelte die Boulevardzeitung „The Sun“, die gemeinsam mit dem „Telegraph“ die Erstmeldung verbreitete, die das Vereinigte Königreich in Aufruhr versetzte.
Einerseits mögen royale Anhängerinnen und Anhänger auf eine Versöhnung des verlorenen Sohnes mit König Charles III. (77) hoffen - andererseits droht ein seltsamer Wettbewerb mit Harrys älterem Bruder, Thronfolger Prinz William (44), um Aufmerksamkeit und die Gunst des Volkes.
William dürfte „außer sich vor Wut“ sein, sagte der frühere Royal-Experte der BBC, Peter Hunt, der langfristig zwei rivalisierende Höfe in Großbritannien sieht - den von Harry und den von William.
In den kommenden Tagen werden etliche weitere Einschätzungen folgen: Rund um den Palast wimmelt es von Expertinnen und Experten, die sich alle nahe an der königlichen Familie wähnen.
Am Ende könnte aber auch alles ganz anders sein.
Die bekannten Fakten zur Rückkehr Der Bruch mit dem Königshaus In den Jahren nach dem Abschied ins kalifornische Montecito Anfang 2020, den die britische Presse in Anlehnung an den Brexit sogleich „Megxit“ taufte, erhoben der Prinz und die frühere US-Schauspielerin immer wieder teils schwerwiegende Vorwürfe gegen den Palast. Öffentlich trat das Paar unter anderem im Gespräch mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey und in einer eigenen Netflix-Dokumentation auf.
Der weiterhin laufende Vertrag mit dem Streaminggiganten spielt auch bei der Frage eine Rolle, ob finanzielle Nöte zur Rückkehr in die frühere Heimat beitragen.
Meghan sprach offen über Rassismus am Hof, konkret ging es um die angeblich ausgesprochene Frage, welche Hautfarbe ihr damals noch ungeborener Sohn haben würde.
Harry berichtete in seiner Autobiografie über Drogenkonsum und das herrische Verhalten seines Bruders.
Der Weg in die Öffentlichkeit ist genau der entgegengesetzte zu dem, den insbesondere die Großmutter der beiden, die 2022 gestorbene Queen Elizabeth II., vorgegeben hatte.
Damals machte der Hof vieles hinter den hohen Mauern der Paläste aus.
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