Verzweifelte Vermisstensuche: Schon mehr als 600 Tote nach Himalaya-Sturzflut
Nach der Sturzflut im Himalaya steigt die Zahl der Toten. Noch immer werden Hunderte Menschen vermisst, darunter viele Touristen. Die Armee in Nepal hat die Such- und Rettungsaktionen intensiviert, stößt aber weiterhin auf große Probleme.
Drei Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der Todesopfer in Nepal auf 626 gestiegen. 2426 Menschen würden vermisst, teilte die nepalesische Katastrophenschutzbehörde mit. Aus der chinesischen Region Tibet wurden bislang sieben Todesopfer gemeldet, 554 Menschen wurden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua vermisst. Im Katastrophengebiet wurde die Suche nach Verschütteten am Samstag fortgesetzt. Die Einsatzkräfte in Nepal und in der autonomen Region Tibet in China suchten weiter nach den insgesamt 2980 Vermissten.
Enorme Schlammmassen und Regenfälle im Flut-Katastrophengebiet an der Grenze zwischen China und Nepal erschweren den Rettungsteams die Arbeit. "Der schwierigste Teil ist der abgelagerte Schlamm als Folge der Flutwelle", sagte Armeesprecher Raja Ram Basnet in Battar Bazar in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati. Dadurch sei es sehr schwierig, Hubschrauber in den betroffenen Gebieten wie Temure, Syabrubesi und Mailung zu landen oder zu starten.
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