Programmiersprache PHP - Sicherheitslücke! Charité nimmt Website offline
Berlin – Hacker-Alarm an der Berliner Charité! Wegen zweier gefährlicher Sicherheitslücken in der weitverbreiteten Software PHP hat die Universitätsklinik ihre Internetseite am Mittwoch vorsorglich abgeschaltet. Hacker könnten die Schwachstellen ausnutzen, um Webseiten zu übernehmen und persönliche Daten zu stehlen. Für Patienten hat die Abschaltung konkrete Folgen: Online können derzeit keine Termine mehr über die Charité-Webseite gebucht werden!
Auch weitere Internetseiten der Klinik sind betroffen. Wichtig: Die Charité wurde nach eigenen Angaben nicht gehackt! Der Klinikbetrieb und die medizinische Versorgung laufen uneingeschränkt weiter, erklärte Sprecher Markus Heggen. Bis Donnerstag sollen die notwendigen Sicherheitsupdates installiert werden.
Die Hacker-Gefahr sorgt bundesweit für Abschaltungen. Die Stadt Mainz nahm ihr Internetportal mainz.de und weitere Online-Dienste vom Netz. Auch Dresden schaltete städtische Internetangebote vorsorglich ab. In Hessen waren das Landesportal hessen.de und Webseiten von Ministerien betroffen. Auch Bayern und Baden-Württemberg schalteten Regierungsseiten vorsorglich ab. Die Unikliniken Freiburg, Heidelberg und Mannheim nahmen Webseiten vom Netz.
Auch Universitäten zogen den Stecker: Die Uni Freiburg schaltete neben ihren Webseiten auch zentrale Online-Dienste ab. Die Ruhr-Uni Bochum sperrte ihre Webseiten für Zugriffe von außerhalb des Uni-Netzwerks bis voraussichtlich Donnerstagmittag.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer möglichen Angriffswelle. BSI-Vizepräsident Thomas Caspers hält es für wahrscheinlich, dass Kriminelle die Sicherheitslücken massenhaft ausnutzen. Mithilfe Künstlicher Intelligenz könnten Hacker besonders schnell neue Angriffsmethoden entwickeln.
Die gute Nachricht: Inzwischen gibt es einen Schutz gegen die Hacker-Lücke! Die PHP-Entwickler haben am Mittwochnachmittag vier Notfall-Updates veröffentlicht, die die gefährlichen Schwachstellen schließen. Betreiber müssen diese allerdings erst installieren. Bis dahin sollten gefährdete Webseiten notfalls abgeschaltet bleiben.
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