Deutsch-russische Beziehungen: Deutschland setzt ein Zeichen – versteht Putin es auch?
Die deutsch-russischen Beziehungen sind diese Woche auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Die Bundesregierung machte Russland für den gescheiterten Anschlagsversuch am Leipziger Flughafen verantwortlich. Inzwischen wurden zwei Verdächtige festgenommen. Russland weist die Vorwürfe zurück und bestreitet eine Beteiligung. Außenminister Johann Wadephul hat zudem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin angekündigt. Russland reagierte darauf mit der Anordnung, die drei verbliebenen Goethe-Institute im Land zu schließen. Wie die russische Bevölkerung auf die zunehmenden Spannungen blickt und ob die Botschaft der Bundesregierung in Moskau ankommt, erklärt Michael Thumann , außenpolitischer Korrespondent der ZEIT in Moskau.
Das Münchner ifo Institut erwartet für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 1,4 Prozent . Damit fällt die Prognose deutlich positiver aus als in den vergangenen Jahren, in denen die deutsche Wirtschaft weitgehend stagnierte. Auch andere Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen mit einer Erholung. Als Gründe nennen die Ökonomen vor allem einen starken Außenhandel und höhere Staatsausgaben. Zugleich weisen sie darauf hin, dass die weitere Entwicklung von steigenden privaten Investitionen und einem stärkeren Konsum abhängt. Was hinter der verbesserten Prognose steckt, erklärt Mark Schieritz , stellvertretender Leiter des Politikressorts der ZEIT.
Außerdem im Update : In München sind in der Nacht mehrere Brandsätze auf eine Baustelle geworfen worden. Mindestens einer davon löste ein Feuer aus. Kurz darauf wurden zwei Menschen festgenommen. Das Bayerische Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen und prüft einen möglichen politischen Hintergrund.
Die US-amerikanische Journalistin und Feministin Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren in New York gestorben. Steinem galt als eine der einflussreichsten Stimmen der US-Frauenbewegung. Sie engagierte sich über Jahrzehnte für Frauenrechte und gegen Diskriminierung und veröffentlichte mehrere Bücher. Warum sie so wichtig für die Frauenbewegung war, erklärt Rieke Havertz , Internationale Korrespondentin der ZEIT.
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