Hanoun (14) ist Union-Nachwuchs-Talent – und hat Darmkrebs
Nach anhaltenden Bauchschmerzen habe der Jugendliche Ende Juli die Diagnose Darmkrebs erhalten und befindet sich seitdem im Krankenhaus. Mehrere schwere Operationen habe der 14-Jährige bereits hinter sich, nun steht eine monatelange Chemotherapie an. Das berichtet der Verein in einer Pressemitteilung . Zuvor war Hanoun Olinga als Stürmer mit der Nummer 9 auf dem Platz unterwegs, soll viele Tore geschossen haben.
Weil die Mutter des jungen Fußballtalents, Aisha, nun nicht mehr zur Arbeit könne, um sich um Hanoun und seinen zehnjährigen Bruder zu kümmern, steht die Familie vor großen finanziellen Schwierigkeiten. Um diese zu bewältigen, haben Freunde der Familie eine Spendenaktion gestartet. Über 108.000 Euro sind bislang für die GoFundMe-Kampagne „ Darmkrebs mit 14 – Helft Hanoun bei seinem Kampf “ zusammengekommen. Das aktuelle Ziel: 115.000 Euro.
Die gesammelten Gelder sollen dazu dienen, die laufenden Lebenshaltungskosten zu decken und Hanoun nach dem Klinikaufenthalt einen hygienisch geschützten Rückzugsraum einzurichten. Zudem fallen erhebliche zusätzliche Kosten für medizinische Fahrten sowie spezielle Pflege- und Hygieneartikel an. Auch der 1. FC Union Berlin und die vereinseigene Stiftung unterstützen den Aufruf aktiv.
Für den jungen Fußballer ist es nicht der erste gesundheitliche Rückschlag, den er bewältigen muss. Bereits im Alter von neun Jahren überlebte er eine schwere Vergiftung mit Wasserschierling und kämpfte sich danach zurück in den Sport. Mit zwölf Jahren drohte ihm wegen einer Erkrankung an Morbus Schlatter das vorzeitige Ende seiner Laufbahn im Leistungsfußball. Trotz dieser Diagnose stand er bereits drei Monate später wieder auf dem Platz und wechselte schließlich in die Jugendakademie von Union Berlin. Sein großes Ziel: einmal für Real Madrid auf dem Platz stehen.
Eine Studie aus dem Jahr 2025 ergab, dass das Darmkrebs-Risiko für jüngere Menschen in den USA zuletzt erheblich gestiegen ist. Demnach erkranken Menschen, die nach 1990 geboren wurden, dort doppelt so häufig an Darmkrebs wie Generationen, die vor 1950 geboren wurden. besonders alarmierend seien die Zahlen der 15- bis 24-Jährigen . Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken stieg demzufolge bei dieser Gruppe um bis zu 333 Prozent.
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