Atomenergiebehörde ist besorgt: Im Atomkraftwerk Saporischschja wird der Diesel knapp
Seit Tagen läuft Europas größtes Atomkraftwerk nur noch mit Dieselgeneratoren. Geht der Treibstoff aus, droht in Saporischschja der komplette Stromausfall - die Internationale Atomenergiebehörde drängt auf einen lokalen Waffenstillstand.
Die Stromversorgung des von Russland besetzten ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja (ZNPP) ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiter sehr prekär. Das AKW sei nun seit mehr als einer Woche ohne Strom von außen und auf Notfall-Dieselgeneratoren angewiesen, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi mit. Vorübergehend habe der Dieselvorrat nur noch für zehn Tage gereicht, bevor gestern und vorgestern mehrere Dutzend Tonnen Diesel von außerhalb des Geländes geliefert worden seien, hieß es.
"Die aktuelle Situation verdeutlicht erneut, warum eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege für die nukleare Sicherheit und Sicherung unerlässlich sind", sagte Grossi. Ohne die Wiederherstellung der externen Stromversorgung oder zusätzliche Lieferung von Diesel in naher Zukunft könnte dem Kraftwerk innerhalb von etwa zehn Tagen ein vollständiger Stromausfall drohen.
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