NFL muss warten: Hollywood statt Stadion: Liga-Neuling zieht Filmkarriere vor
Nicht mal 3000 Spieler kämpfen dieser Tage um einen der begehrten Plätze in einem Kader der 32 Teams der National Football League, der größten Sportliga der Welt. Ende August werden davon nur noch knapp 1700 übrig sein, rund 2200, wenn man die Trainingskader dazu zählt. NFL-Profi zu sein, ist also ein äußerst exklusiver Klub. Für Ceyair Wright jedoch ist dies dieser Tage eher zweitrangig.
Der Cornerback spielte bis zuletzt an der University von Nebraska und wurde dann im NFL Draft nicht gewählt. Stattdessen schloss er sich als sogenannter Undrafted Free Agent den Cincinnati Bengals nach dem Draft an und kämpfte bis vor kurzem im 90er-Kader des Teams um einen Platz im 53er-Kader für die Saison. Dann jedoch änderten sich seine Pläne.
Wright nämlich ist nicht nur Footballspieler, er ist auch Schauspieler. Die Bengals setzten ihn nun auf die "Exempt/Left Squad List", was bedeutet, dass er nicht mehr Teil des 90er-Kaders ist, aber auch nicht von einem anderen Team verpflichtet werden kann. Die Rede war davon, dass er "andere berufliche Chancen wahrnehmen" wolle. Und wie Reporter Aaron Wilson von KPRC2 berichtet, wurde Wright eine große Filmrolle angeboten, "die er nicht ablehnen konnte".
Es soll sich um eine Hauptrolle in einem "großen Film" handeln, wie es weiter heißt. Um was für einen Film es sich indes handelt, ist unklar. Die Dreharbeiten gehen demnach bis Ende Oktober. Head Coach Zac Taylor sagte gegenüber Reportern, dass "eine schwierige Entscheidung für ihn" war. "Ich glaube, zwei Dinge, für die er wirklich brennt, sind aufeinandergetroffen, und er hat sich entschieden, diese Chance zu ergreifen."
Schauspielerei ist für Wright nichts Neues. Vielmehr spielte er unter anderem den älteren Sohn von LeBron James im Film "Space Jam: A New Legacy" im Jahr 2021. Wirklich geplant war dieses neuerliche Engagement in der FIlmbranche aber nicht. Vor dem Draft hatte Wright zu Yahoo! Sports gesagt: "Was die Schauspielerei angeht: Wer weiß schon, wie sich das entwickeln wird? Wenn es eines Tages Sinn ergibt, kann ich mich damit beschäftigen - oder später, wenn ich meine Karriere als Spieler beendet habe."
Theoretisch könnte Wright im Anschluss an seine Filmarbeit in der NFL durchstarten. Scheinbar jedoch wird das nicht bei den Bengals sein, wenn man Taylors Abschiedsworte entsprechend interpretiert: "Wir wünschen ihm alles Gute. Er war ein toller Typ, mit dem man gern zusammen war, und er hat für uns wirklich hart gekämpft. Es hat Spaß gemacht, ihm beim Spielen zuzusehen", sagte Taylor. "Aber offensichtlich hat er sich entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen."
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