Altersvorsorge: Mit wie viel Rente kann eine Hausfrau später rechnen?
Hausfrauen arbeiten oft viel – zahlen dabei aber nichts in die Rentenkasse ein, da sie kein Gehalt bekommen.
Heißt das, dass es später gar keine Rente gibt? Nicht unbedingt! Eine Hausfrau (oder ein immer noch sehr viel seltener vorkommender Hausmann) schuftet oft den ganzen Tag, organisiert, kocht, wäscht, putzt, kauft ein, kümmert sich um Familie und Kinder – zahlt aber häufig keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ein.
Deshalb hält sich bis heute das Gerücht, dass Hausfrauen später überhaupt keinen Anspruch auf eine eigene Rente hätten.
Ganz so dramatisch ist die Situation jedoch nicht.
Bekommt man Rente – als Hausfrau? Zwar basiert die gesetzliche Rente grundsätzlich auf eingezahlten Beiträgen, doch Kindererziehung wird bei der Berechnung berücksichtigt.
Für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, werden zweieinhalb Jahre Erziehungszeit angerechnet.
Für Kinder ab 1992 sind es drei Jahre.
Für jedes Jahr gibt es einen vollen Rentenpunkt.
Seit Juli 2024 hat ein Rentenpunkt einen Wert von 39,32 Euro.
Zusätzlich werden Kinderberücksichtigungszeiten zwischen dem dritten und zehnten Geburtstag eines Kindes angerechnet.
Sie bringen zwar keine weiteren Rentenpunkte, können aber helfen, wichtige Versicherungszeiten zu erfüllen.
Die reguläre Altersgrenze für den Renteneintritt liegt derzeit bei 67 Jahren.
Damit überhaupt ein Anspruch auf eine gesetzliche Rente entsteht, müssen aber mindestens fünf Versicherungsjahre nachgewiesen werden.
Diese können durch Kindererziehungszeiten, frühere Jobs, Pflegezeiten oder freiwillige Beiträge zusammenkommen.
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