18-Jähriger vor Gericht: Raser baut tödlichen Unfall - wegen Mordes verurteilt
Eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei findet ein dramatisches Ende: Der 18-jährige Fahrer verursacht einen Unfall, bei dem sein Beifahrer stirbt.
Nun muss der junge Mann wegen Mordes in Haft.
Knapp neun Monate nach einer tödlich geendeten Flucht vor der Polizei hat das Landgericht Hamburg einen jungen Autofahrer wegen Mordes , versuchten Mordes und weiterer Delikte verurteilt.
Es verhängte eine Jugendstrafe von sieben Jahren.
Der 18-Jährige sei am 31.
Januar mit circa 130 km/h nahe der Kennedybrücke ungebremst in den Gegenverkehr gerast, sagte die Vorsitzende der Jugendkammer, Anne Meier-Göring.
Ein entgegenkommender Transporterfahrer konnte die Kollision nicht mehr verhindern.
Während der 28-jährige Sprinterfahrer verletzt wurde, starb der 35 Jahre alte Beifahrer des Angeklagten.
Es hätten weit mehr Menschen sterben können, betonte die Richterin.
Wie auf einem Formel-1-Kurs durch Hamburg Der 18-Jährige war nur zwei Minuten vor dem Unfall im Stadtteil Eimsbüttel an einer Verkehrskontrolle vorbeigefahren, mit 86 km/h.
Ein Polizist habe ihn als letztes Fahrzeug in seiner Schicht anhalten wollen. „Gib einfach Gas“, sagte der Beifahrer angeblich zu seinem Freund am Steuer. Über die nächste Kreuzung sei der Angeklagte mit 122 km/h bei Rot gerast, über die folgende in der Nähe der U-Bahnstation Schlump mit 146 km/h, sagte Meier-Göring.
In dem Prozess, der bis zur Urteilsverkündung unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt wurde, habe sich das Gericht mehrfach die Videoaufzeichnung der Polizei angesehen. „Sie fuhren durch Hamburg wie auf einem Formel-1-Kurs“, sagte die Vorsitzende der Kammer.
Auto angeblich mit Bürgergeld bezahlt Auf der Kennedybrücke habe der 18-Jährige in einer für ihn uneinsehbaren Linkskurve auf die Gegenfahrbahn gelenkt, obwohl ihm gerade noch eine Fahrzeugkolonne entgegengekommen war. „Das war nur noch Harakiri, das war eine Wette auf Leben und Tod“, sagte die Richterin.
Sein eigenes Leben und das anderer Menschen seien ihm gleichgültig gewesen. „Ich wollte der Polizei entkommen“, habe der Angeklagte vor Gericht erklärt.
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