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Wie das Zollabkommen zwischen EU und USA funktioniert

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Wie das Zollabkommen zwischen EU und USA funktioniert

Eigentlich wollte US-Präsident Donald Trump hohe Zölle auf europäische Produkte erheben. Nach Monaten des Zollkonflikts verständigten er und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sich Ende Juli 2025 im schottischen Turnberry dann aber auf eine Einigung. Trotzdem wurde noch wochenlang um Details gerungen, bis schließlich am 21. August 2025 auch die Details des bilateralen Handelsabkommens standen. Ein Überblick:

In einer gemeinsamen Erklärung wurde vereinbart, dass auf die meisten europäischen Einfuhren in die USA maximal ein Aufschlag von 15 Prozent des Warenwertes erhoben werden darf – das war die sogenannte Zollobergrenze. Brüssel machte allerdings im Gegenzug weitere Zugeständnisse wie die Abschaffung von EU-Zöllen auf US-Industriegüter.

Angesichts der impulsiven Politik unter Trump baute die EU später zusätzlich ein Sicherheitsnetz ein: Sollten die USA ihre Zusagen nicht vollständig umsetzen oder Absprachen wieder aussetzen, können auch Zugeständnisse der EU ausgesetzt werden.

Die Vereinbarung über den Maximal-Zollsatz in Höhe von 15 Prozent für die meisten EU-Importe in die USA gilt weiter. Derzeit liegt der pauschale Zollsatz, der tatsächlich für die meisten EU-Importe in die USA erhoben wird, aber nach Angaben einer Sprecherin der EU-Kommission bei zehn Prozent.

Der niedrigere Aufschlag kommt durch Trumps jüngsten Einfall für neue Zölle zustande: Weil rund 60 Handelspartner angeblich unzureichend gegen Zwangsarbeit vorgegangen waren, verkündete der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer einen neuen Zollsatz – für die EU ebendiese zehn Prozent.

Insgesamt sieht die EU-Kommission damit keine Verschlechterung der Situation, im Gegenteil: Alle EU-Exporte profitierten nach den neuen Zollregelungen entweder von einer günstigeren oder einer gleichwertigen Regelung, hieß es von der Brüsseler Behörde nach der Ankündigung.

Zusätzlich würden die Zollbefreiungen für die Importe aus der EU – wie beispielsweise für Kork und Diamanten – wieder eingeführt, die zu den bestehenden Ausnahmen wie für Flugzeuge und Flugzeugteile, Generika und Wirkstoffe hinzukämen. Die Ankündigung liefere zudem positive Impulse, um an weiteren Zollbefreiungen zu arbeiten.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie ( BDI ) blickt gespalten auf den Deal zwischen von der Leyen und Trump. »Der Turnberry-Deal hat für die Industrie bisher nur bedingt Stabilität gebracht. Das Abkommen war immer ein schmerzhafter Kompromiss«, sagte Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.

4 Min Zur Merkliste hinzufügen Nach monatelangen Verhandlungen: EU stimmt Zolldeal mit USA zu 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen meinung meinung • Gemeinsame Erklärung zum Zollvertrag: Ein Abgesang auf den Westen Eine Kolumne von Michael Sauga 4 Min Zur Merkliste hinzufügen 4 Min Zur Merkliste hinzufügen Zwar sei es positiv zu bewerten, dass sich die USA »größtenteils« an die Obergrenze eines Zolls in Höhe von 15 Prozent hielten, sagte Niedermark vom BDI weiter. Keine Lösung gebe es hingegen weiter für die teils 50-prozentigen Zölle auf Stahl und Aluminium sowie die Sätze in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte Lkw-Einfuhren.

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