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Kremlchef: Keine Mobilmachung: Putin nimmt Russlands steigendes Staatsdefizit gelassen

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Kremlchef: Keine Mobilmachung: Putin nimmt Russlands steigendes Staatsdefizit gelassen

Russland gibt mehr Geld aus, als es einnimmt. Präsident Putin sieht in dem wachsenden Defizit aber kein ernsthaftes Problem. Eine neue Mobilmachung im Angriffskrieg gegen die Ukraine schließt der Kremlchef aus.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat das wachsende Haushaltsdefizit seines Landes als beherrschbar bezeichnet. Es bestehe kein "ernsthaftes" Risiko für die russische Wirtschaft, sagte Putin auf einem Wirtschaftsforum in der fernöstlichen Stadt Wladiwostok. Von Januar bis Juli war das Defizit um 40 Prozent auf 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gestiegen. Das offizielle Ziel für das Gesamtjahr liegt bei 1,6 Prozent. Putin begründete seine Einschätzung mit der geringen Staatsverschuldung. "Wenn man bedenkt, dass wir eine der niedrigsten Staatsverschuldungen der Welt haben, gibt es hier nichts Ernsthaftes", sagte er.

Hintergrund sind die steigenden Kosten des seit viereinhalb Jahren andauernden Krieges gegen die Ukraine. Zudem belasten ukrainische Drohnenangriffe auf wirtschaftliche Ziele wie Ölraffinerien in Russland die Konjunktur. Die Angriffe haben zu Treibstoffknappheit und höherer Inflation geführt. Die auch zur Finanzierung des Krieges wichtigen Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft brachen im August nach Angaben des Finanzministeriums um mehr als die Hälfte von 934 Milliarden Rubel im Vormonat auf 424 Milliarden Rubel ein (rund 4,5 Milliarden Euro).

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