Solidaritätswelle für Alphaville: Veranstalter zieht "Glücksgefühle"-Rauswurf zurück
Weil Alphaville-Frontmann Marian Gold auf der Bühne erklärt, es dürfe nicht sein, dass "uns die Nazis unser Land wegnehmen", wird seine Band von einem anderen Festival ausgeladen. Musikkollegen stärken ihm daraufhin den Rücken. Jetzt macht der Veranstalter einen Rückzieher.
Der Auslöser dieser Posse war wohl ein Auftritt von Alphaville im Rahmen der Festival-Reihe "Die 80er live" Mitte Juli in Hamburg. Bandleader Marian Gold nutzte seine Zeit auf der Bühne zwischen anderen 80er-Jahre-Stars wie Kim Wilde, Boy George oder Sandra auch für eine deutliche Ansage: Es dürfe nicht sein, dass mit der AfD "uns die Nazis unser Land wegnehmen", erklärte er da. Während des Songs "Carry Your Flag" war zudem eine Regenbogenfahne im Hintergrund zu sehen.
Der Konzertveranstalter, der nun auch für das "Glücksgefühle"-Festival verantwortlich zeichnet, auf dem Alphaville ebenfalls auftreten sollten, nahm an dieser Art der politischen Positionierung Anstoß. Daran ließ ein offizielles Statement der Markus Krampe Entertainment Group am Mittwoch, das auch ntv.de vorliegt, keine Zweifel. "Unsere Bühne ist keine Plattform für politische Äußerungen", hieß es darin. Dies gelte "unabhängig davon, in welche politische Richtung eine Äußerung geht: für rechts, für links oder für jede andere politische Richtung."
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