Zum Prozessauftakt: Falsche Polizisten gestehen - 205.000 Euro ergaunert?
Sie sollen Senioren um eine sechsstellige Summe betrogen und sich dafür als Polizisten ausgegeben haben.
Zwei Männer legen zu Prozessbeginn ein Geständnis ab.
Wie geht es weiter? Zwei mutmaßliche Betrüger, die sich als Polizisten ausgegeben haben sollen, haben die Vorwürfe zu Prozessbeginn am Landgericht Hildesheim gestanden.
Einer der beiden Männer, ein 34-Jähriger, gab laut Erklärung seiner Anwältin zu, das erschwindelte Geld von den Opfern abgeholt zu haben.
Im Falle des zweiten Angeklagten erklärte sein Verteidiger ebenfalls, ein vollumfängliches Geständnis werde abgelegt.
Details nannte er zunächst nicht. Über 200.000 Euro ergaunert In der Zeit zwischen Dezember vergangenen Jahres und Februar 2026 sollen die beiden Deutschen 205.000 Euro von den Senioren erbeutet haben.
Ein Verständigungsgespräch wurde geführt, Details wurden zunächst nicht bekannt.
Der mögliche Strafrahmen liegt nach den Worten eines Gerichtssprechers bei einem bis zu zehn Jahren, ein Geständnis wirkt demnach aber strafmildernd.
Den Angeklagten wird bandenmäßiger Betrug vorgeworfen - insgesamt geht es um sechs Straftaten.
Die Männer sollen sich laut Anklage einer Tätergruppe angeschlossen haben, die nach der Masche der „falschen Polizisten“ vorging.
Dabei werden die meist älteren Opfer von den Tätern dazu gebracht, Geld an vermeintliche Polizisten zu übergeben.
Als falscher Oberkommissar unterwegs Allein von einer 84-Jährigen aus Hildesheim sollen die mutmaßlichen Täter einen Betrag von 175.000 Euro erbeutet haben.
Einem 89-Jährigen aus Goslar sollen sie einen Bargeldbetrag zwischen 30.000 Euro und 40.000 Euro abgenommen haben.
Nach Angaben des Staatsanwalts soll die Bande sich organisiert haben als sogenannte „Keiler“, die telefonisch den Kontakt zu den späteren Opfern herstellten, außerdem als „Logistiker“, die dafür gesorgt haben sollen, die „Abholer“ zu den Tatorten zu schicken.
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