Wiesen vertrocknet: Trockenheit: Beim Tierfutter geht es schon an die Reserven
Wegen der Dürre müssen viele Bauern in Rheinland-Pfalz auf Futterreserven für ihre Tiere zurückgreifen.
Was das für die kommenden Monate bedeutet.
Vertrocknete Wiesen, verkümmerter Mais: Die Dürre der vergangenen Wochen bringt viele Landwirte in Rheinland-Pfalz in Bedrängnis.
Sie konnten im Grünland viel weniger Gras schneiden, das fehlt ihnen jetzt als Futter für ihre Tiere. „Natürlich blutet uns da richtig das Herz, wenn man die gelben Flächen sieht, weil da müsste eigentlich das Futter für unsere Tiere wachsen“, sagt Landwirt Stefan Fiedler in Habscheid-Hallert (Eifelkreis Bitburg-Prüm ). „Wir wären jetzt, wenn das Wetter normal gewesen wäre, schon an dem vierten Schnitt.“ Bisher seien auf seinen 120 Hektar Grünland aber nur zwei Grasschnitte möglich gewesen. „Wir hoffen auf noch einen Schnitt im Oktober.“ Auch beim Futtermais sieht es mager aus. „Wir werden knapp die Hälfte ernten wie sonst die Jahre“, sagt Fiedler, dessen Betrieb gut 400 Tiere zählt, darunter rund 200 Milchkühe .
Etliche Maispflanzen hätten bei der Trockenheit keine Kolben gebildet, andere seien nur zu einem Drittel bis zur Hälfte mit Körnern besetzt.
Wie die Bauern ihre Tiere sattbekommen Beim Futter greift der 53-Jährige daher schon seit Monaten auf Reserven aus den vergangenen beiden Jahren zurück. „Das waren zum Glück ziemlich wachstumsreiche Jahre“, sagt er.
In großen Kammern hat er Grassilage und Maissilage gelagert.
Die sollen noch zwei Monate reichen, bevor er dann an das Geerntete von diesem Jahr geht.
Rund 50 Kilo Futter braucht eine Kuh pro Tag.
Vielen anderen Betrieben im Land geht es ähnlich.
Sie hätten bei der Trockenheit nicht ausreichend Futter für ihre Tiere erzeugen können, sagt der Sprecher des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau, Herbert Netter, in Koblenz.
Es blieb bei nur zwei Grasschnitten.
Die Betriebe griffen zu einem großen Teil schon auf Reserven des vergangenen Jahres zurück.
Nach den ersten zwei Schnitten seien viele Flächen durch die anhaltende Trockenheit „regelrecht verbrannt, sodass kaum noch Aufwuchs nachkam“, so die Sprecherin des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd, Jana Beck, in Mainz.
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