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Terror-Rebellen im Jemen - Warum besiegt niemand die Huthis?

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Terror-Rebellen im Jemen - Warum besiegt niemand die Huthis?

Berlin – Die Weltwirtschaft ist unter Druck. Im Süden der Arabischen Halbinsel hat sich die Huthi-Miliz in der Meerenge Bab al-Mandab festgesetzt und bedroht damit eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Die Rebellen nahmen die Hafenstadt Mokha und eine strategisch wichtige Insel mitten in der Schifffahrtsstraße ein. Gleichzeitig wurde die saudische Ost-West-Pipeline von irakischem Boden aus mit Drohnen angegriffen und vorsorglich abgeschaltet. Die Folgen sind bereits spürbar: Der Ölpreis steigt, die Nervosität an den Märkten wächst. Während sich die wirtschaftlichen Risiken verschärfen, stellt sich eine andere Frage: Warum besiegt eigentlich niemand die Huthi-Miliz?

Sicherheitsexperte Nico Lange (51) zu BILD: „Wer denkt, die Huthi wären primitive Kämpfer mit Sandalen, der hat keine Ahnung.“ Lange weiter: „Die Huthi-Streitkräfte sind mit bis zu 200.000 Soldaten sehr wahrscheinlich größer als die gesamte Bundeswehr , und sie haben die beste Ausstattung, die ein nicht staatlicher Akteur je hatte: ballistische Raketen, moderne Drohnen, Antischiffsraketen und vieles andere mehr.“

Der Krieg der Gruppe gegen die international anerkannte Regierung dauert an: Saudi-Arabien griff 2015 militärisch ein und bombardierte über Jahre hinweg Huthi-Stellungen. Entscheidend geschwächt hat Riad die Miliz nie. Das zentrale Problem: Die Huthi kämpfen nicht wie eine klassische Armee. Sie sind in den schwer zugänglichen Bergregionen des Jemens verwurzelt, ein schwieriges Terrain für konventionelle Streitkräfte und Luftangriffe.

Lange: „Dadurch, dass die Huthi Teile Jemens kontrollieren, können sie dort leicht immer wieder neue Kämpfer rekrutieren.“ Und die Miliz steht nicht allein. Lange: „Die Huthi wurden und werden vom Iran unterstützt, haben aber auch schon Ausrüstung aus Russland bekommen.“ Der Experte weiter: „Man muss davon ausgehen, dass in den aktuellen Auseinandersetzungen, so wie beim Iran , auch China zum Beispiel mit Satellitenbildern unterstützt.“

Auch die USA machten ähnliche Erfahrungen wie Saudi-Arabien. Washington flog im Frühjahr 2025 wochenlang Luftangriffe gegen Huthi-Stellungen, es sollte eine „entscheidende und starke Militäraktion“ werden, so Donald Trump (80). Am Ende stand ein von Oman vermittelter Waffenstillstand. Die militärischen Fähigkeiten der Miliz waren nicht gebrochen.

Kronprinz Mohammed bin Salman (41) rief Trump am Donnerstag zweimal an und drängte auf US-Schläge gegen die Huthi. Das berichtet das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf zwei US-Beamte. Trump lehnte ab.

Langes Fazit fällt ernüchternd aus: „Saudi-Arabien kann die Huthi militärisch schwächen, aber nicht vollständig besiegen. Das wäre nur möglich mit einer internationalen Allianz und mit einer politischen Lösung für den Jemen.“

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