Nach Verwüstung im Pokal gegen 96 - Fünftligist sammelt Klo-Spenden
Vandalismus bei einem friedlichen Fußball-Fest. Die SV Hemelingen kam bei ihrer zweiten Pokal-Teilnahme gegen Zweitligist Hannover mit 1:9 unter die Räder. Aber schmerzhafter als das erwartbare Erstrunden-Aus sind für den Bremen-Ligisten unerwartete Kosten, die Gäste-Rowdys verursacht haben.
Im West-Bereich des gemieteten Weserstadions zerstörten 96‑Anhänger mutwillig Waschbecken, Toiletten und Spiegel. Der Fünftligist zeigt sich in den sozialen Medien enttäuscht: „Die große Mehrheit ist für den Fußball gekommen und hat für tolle Stimmung gesorgt. Umso trauriger sind die Bilder aus dem Gästebereich nach dem Spiel: massiv beschädigte Sanitäranlagen, zerstörte Toiletten und Waschbecken, beschädigte Spiegel, Graffiti und Überschwemmungen.“
Kosten, für die grundsätzlich der Veranstalter Hemelingen aufkommen muss. Jetzt hat der Verein eine Online-Kampagne gestartet, um die Reparatur (ca. 4500 Euro) bezahlen zu können.
Auf der Spenden-Seite heißt es: „Wir wollen nicht betteln und niemanden pauschal verurteilen. Aber wir möchten auch nicht auf den Kosten sitzen bleiben, die einige wenige durch Vandalismus verursacht haben.“ Bis 15 Uhr waren am Dienstag bereits über 2300 Euro an Spenden eingegangen.
Am Nachmittag äußerte sich der Zweitligist mit einem Statement auf seiner Website. Dort heißt es u.a.: „Ein solches Verhalten hat mit unserem Verständnis von Fußball und Fankultur nichts zu tun. Für Hannover 96 ist klar: Die Vorkommnisse rund um das Pokalspiel sind inakzeptabel und mit den Werten unseres Klubs nicht vereinbar.“ Am Rande des Spiels sind offenbar auch Teilnehmer des gleichzeitig stattfindenden CSD in Bremen angepöbelt worden.
96 geht die Klo-Zerstörung durch eigene Fans nicht am Hintern vorbei. Hannovers Finanz-Boss Henning Bindzus (42) zu BILD: „Wir stehen im Austausch und wollen eine gemeinsame Lösung finden.“
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