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Deutschland

Twitter-Video zur Leipzig-Drohne - Diese Lügen verbreitet Russland

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Twitter-Video zur Leipzig-Drohne - Diese Lügen verbreitet Russland

Leipzig – Ein Mann mit verzerrter Stimme, angeblich ein Flughafenmitarbeiter. Kein Gesicht, kein Name, kein Dokument, kein Foto, kein Beweis. Trotzdem soll seine Geschichte alles widerlegen, was bislang über den vereitelten Drohnen-Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle bekannt ist. Das einzige Problem: Sie stimmt von vorne bis hinten nicht.

Die Behauptung des Videos, das in den sozialen Netzwerken kursiert: Der gesamte Vorfall sei inszeniert worden, um Russland einen Anschlag anzuhängen. Doch bei genauer Betrachtung zerfällt die Geschichte an mehreren entscheidenden Punkten.

Das Gespräch teilte zuerst der ukrainische Blogger Anatolij Sharij. Er ist prorussisch und in der Ukraine wegen Hochverrats verurteilt. Sein Video wurde auf dem Kurznachrichtendienst X unter anderem von der deutschen Propagandistin Alina Lipp geteilt. Lipp (Spitzname „Prinzessin der Desinformation“) verbreitet seit längerem russische Propaganda, wurde 2025 von der EU sanktioniert. Die Propaganda wird aus der russischen Botschaft und dem russischen Geheimdienst befeuert. Anonyme Quellen, reichweitenstarke Influencer: Eine klassische Taktik russischer Desinformation.

Im Video beschreibt der angebliche Insider das Fluggerät als gewöhnliche Drohne, die man bei MediaMarkt oder Saturn kaufen könne. Die Ermittler zeichnen ein völlig anderes Bild. Nach BKA-Erkenntnissen handelte es sich um einen umgebauten Racecopter der 10-Zoll-Klasse. Das Fluggerät bestand zwar aus frei erhältlichen Bauteilen, war aber mit selbst gefertigten und im 3D-Druck hergestellten Komponenten für den Einsatz angepasst worden.

Der Drohnenexperte Christof Fischoeder (58), Mitgründer und Geschäftsführer der DroneMasters Academy, sagt deshalb: „Es ist klar: So eine Drohne kann man nicht einfach im Handel kaufen.“

Die zweite Behauptung: Das Fluggerät könne nur sein eigenes Gewicht heben. Die Ermittlungen ergaben, dass der Racecopter tatsächlich für den Transport eines Sprengsatzes präpariert worden war. Auch der Experte widerspricht. Fischoeder: „Eine solche Drohne kann Ladung wie Sprengsatz auf jeden Fall tragen, insbesondere bei der angenommenen Flugzeit von zehn bis fünfzehn Minuten.“

Der Mann behauptet, neben einer ukrainischen Antonov sei am nächsten Morgen ein Sprengstoffbeutel aufgetaucht, der dort vorher nicht gelegen habe. Das Problem: Die Ermittlungen liefern eine andere mögliche Erklärung. Nach später bekannt gewordenen Erkenntnissen soll die Drohne mit der Antonov kollidiert sein. Dabei könnte sich der Sprengsatz vom Fluggerät gelöst haben. Im Propaganda-Video fehlt natürlich der entscheidende Beweis für die eigene Behauptung.

Der angebliche Mitarbeiter sagt, sein Kollege habe die Drohne „mit der Hand“ abgefangen. Bekannt ist dagegen: Ein Busfahrer brachte das Fluggerät zu Boden. Spätere Berichte sprechen davon, dass er die tief fliegende Drohne mit einem Tritt zu Boden brachte.

Auch ein deutscher Behördeninsider weist die Darstellung des Videos zurück: „Das Video ist eines unter Vielen. Es dient zweifelsfrei der russischen Desinformation.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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