Wichtige Vorsichtsmaßnahmen - Das müssen Sie jetzt nach dem Daten-GAU tun
5,8 Terabyte Daten hat die Hacker-Gruppe Rhysida nach ihrem Angriff auf Berliner Behörden im Netz veröffentlicht – eine historisch einmalige Attacke, die zum Größten Anzunehmenden Unfall (GAU) in der Bundeshauptstadt führte. Rund 1,44 Millionen Dateien sind betroffen. Darunter befinden sich nicht nur persönliche Informationen, sondern auch hochsensible Unterlagen zur Infrastruktur und Sicherheit der Hauptstadt. Noch ist nicht bekannt, wer genau betroffen ist. Für Bürger stellen sich jetzt zwei drängende Fragen: ob ihre Daten im Netz gelandet sind und wenn ja, was sie dagegen machen können.
Nach bisherigem Stand betrifft der Angriff vor allem die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung sowie für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Betroffen sein können Menschen, deren Daten dort gespeichert waren. Allgemeine Kontakte mit Berliner Behörden, etwa wegen eines Strafzettels, bedeuten nicht automatisch, dass eigene Daten Teil des Leaks sind.
1. Überlegen Sie, ob Sie mit den betroffenen Behörden zu tun hatten. Betroffen sind nach bisherigem Stand vor allem die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Das bedeutet aber nicht, dass automatisch jeder Berliner betroffen ist. Haben Sie mit einer der betroffenen Behörden zu tun gehabt, können Sie dort schriftlich Auskunft verlangen, ob Ihre Daten verarbeitet wurden und möglicherweise betroffen sind.
2. Seien Sie ab sofort besonders misstrauisch bei E-Mails, SMS und Anrufen. Öffnen Sie keine Links aus unerwarteten Nachrichten und geben Sie niemals Passwörter, PINs oder TANs weiter.
3. Sobald ein Passwort als betroffen gilt: sofort ändern. Die Änderung gilt auch für jedes andere Konto, bei dem Sie dasselbe Passwort verwendet haben. Anschließend Zwei-Faktor-Authentifizierung einschalten oder, wenn möglich, Passkeys einsetzen
4. Kontrollieren Sie Bank- und Kreditkartenumsätze und sperren Sie ggf. Ihre Karten. Allerings: Eine vorsorgliche Sperrung Ihrer Bankkarten ist ohne konkreten Hinweis auf einen Missbrauch nicht automatisch notwendig. Gibt es verdächtige Buchungen, müssen Sie dagegen sofort reagieren.
5. Dokumentieren Sie alles. Speichern Sie Schreiben der Behörden, verdächtige Nachrichten, Screenshots, unbekannte Rechnungen und Kontoabbuchungen. Das kann später für die Aufklärung und mögliche Ansprüche wichtig sein.
Eine zentrale Bürger-Hotline speziell für die individuelle Betroffenheit gibt es derzeit nicht.
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