Abschreckung gegen Russland: Deutschland schickt Tornados zu Atomwaffenübung der Nato
Die Nato will Russland durch die Demonstration von Stärke von einem Angriff abhalten.
Dazu gehört auch in diesem Jahr wieder eine Übung für das Schreckensszenario eines Atomkriegs.
Die deutsche Luftwaffe beteiligt sich in den kommenden Tagen mit mehreren Kampfflugzeugen an einem Nato -Manöver zur Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen.
Wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte, werden für die Übung mit dem Namen „Steadfast Noon“ drei Tornados des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 auf die Aviano Air Base nach Norditalien verlegt.
Die Maschinen sind normalerweise auf dem Stützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert.
Dort lagern nach offiziell unbestätigten Angaben US-Atomwaffen, die im Ernstfall über das Konzept der sogenannten nuklearen Teilhabe der Nato auch von deutschen Jagdbombern abgeworfen werden könnten.
Als weitere Lagerorte für US-Atomwaffen in Europa gelten Stützpunkte in Ländern wie Italien, Belgien und den Niederlande.
Keine Angaben zu Details Zu Details der an diesem Dienstag beginnenden Übung machte die Nato bis zuletzt keine Angaben.
Aus der Bündniszentrale hieß es lediglich, der Umfang sei mit dem im Vorjahr vergleichbar.
Damals hatte die Nato von rund 2.000 beteiligten Militärs und mehr als 70 beteiligten Flugzeugen gesprochen.
Darunter waren auch hochmoderne Kampfjets vom Typ F-35 sowie Überwachungs- und Tankflugzeuge.
Geheim ist auch das Übungsszenario.
Militärexperten zufolge wird bei den regelmäßig im Oktober stattfindenden Manövern unter anderem geübt, wie man die Waffen sicher aus unterirdischen Magazinen zu den Flugzeugen transportiert und unter die Kampfjets montiert.
Dabei und bei den anschließenden Angriffsübungen kommen allerdings nur Übungsbomben ohne echten Kernsprengkopf zum Einsatz.
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