"Weil ich kandidiere": Hospiz in Niedersachsen kündigt AfD-Lokalpolitikerin fristlos
Eine AfD-Politikerin in Niedersachsen wird nach 15 Jahren fristlos gekündigt, weil sie für die Kommunalwahl kandidiert. Sie sei entsetzt und habe sich nichts zuschulden kommen lassen, kommentiert Martina Müller den Bescheid. Das kirchliche Hospiz verweist auf christliche Werte und dass die AfD mit diesen unvereinbar sei.
Die AfD-Politikerin Martina Müller hat wegen ihrer Kandidatur bei der anstehenden Kommunalwahl ihren Job verloren. Dies machte sie in einem Video mit dem AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert publik, das in sozialen Medien geteilt wurde. "Ich bin entsetzt, dass ich gekündigt wurde, weil ich kandidiere. Die Kündigungsschutzklage wird aktuell vorbereitet." Müller ist Spitzenkandidatin der AfD für den Kreistag des Landkreises Friesland und den Gemeinderat Wangerland.
Sie habe 15 Jahre lang in einem Hospiz gearbeitet und sei auch in der Mitarbeitervertretung aktiv gewesen, berichtete die 60-Jährige. Werte wie Menschlichkeit und Respekt seien ihr sehr wichtig. "Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen", sagte sie. Nun habe man ihr wegen ihrer Kandidatur die berufliche Existenz genommen.
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