Insolventes Chemieunternehmen: Was die Stilllegung von Leuna Polyamid kosten könnte
Nach der gescheiterten Investorensuche für das Chemiewerk kommt es zur Stilllegung.
Ein Gutachten zeigt nun: Wenn das Unternehmen das nicht stemmen kann, könnte dies das Land Millionen kosten.
Die Stilllegung des Chemiewerks von Leuna Polyamid könnte bis zu 30 Millionen Euro kosten.
Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten im Auftrag des Landesverwaltungsamtes in Halle.
Die Behörde hat die Kosten eines gesicherten Herunterfahrens der Produktionsanlagen aus Gründen der Gefahrenabwehr bewerten lassen.
Die Kostenschätzung diene dazu, „im Ernstfall handlungsfähig zu sein und die notwendigen Maßnahmen unverzüglich einleiten zu können“, so eine Sprecherin.
Dies sei aber keine Aussage darüber, dass die Kosten tatsächlich anfallen werden.
Zuvor hatte die „ Mitteldeutsche Zeitung “ berichtet.
Vergangene Woche hatte die Leuna Polyamid GmbH die Suche nach einem neuen Investor für eine der größten Produktionsanlagen im Chemiepark Leuna für gescheitert erklärt.
Geschäftsführer Martin Naundorf hatte angekündigt, die Produktion ab Ende September schrittweise herunterfahren zu müssen.
Dies werde nicht nur mehrere Wochen dauern, sondern auch einen Großteil der mehr als 400 Mitarbeiter weiterhin nötig machen.
Im Oktober soll das Insolvenzverfahren eröffnet werden.
Behörde hatte gesicherten Stopp der Anlagen angeordnet Das Landesverwaltungsamt hatte in Reaktion auf die Ankündigung vergangene Woche den sicheren und geordneten Betriebsstopp der Anlagen angeordnet.
Ziel sei es, „Gefahren für Mensch, Umwelt und öffentliche Sicherheit zu verhindern“, teilte die Behörde mit.
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