Fragen und Antworten: So funktioniert die Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit deutlichem Vorsprung gewonnen, aber kann sie auch den Ministerpräsidenten stellen? Auf diese Punkte kommt es an.
Mit 43,8 Prozent hat die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen deutlichen Erfolg errungen.
Die angestrebte absolute Mehrheit hat die Partei jedoch verpasst.
So ist AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf Stimmen aus anderen Fraktionen angewiesen, um Ministerpräsident zu werden.
Mitte Dezember will sich Siegmund im Magdeburger Landtag zur Wahl stellen, ein genauer Termin steht noch nicht fest.
Unklar ist auch, auf welche Mehrheit er dabei hofft.
Bis ein neuer Regierungschef gewählt ist, führt Sven Schulze (CDU) das Amt geschäftsführend weiter.
Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt.
Wie sehen die Mehrheitsverhältnisse im Landtag von Sachsen-Anhalt aus? 83 Abgeordnete sitzen im Parlament.
Die AfD stellt mit 39 Sitzen die mit Abstand größte Fraktion.
Die CDU hat 15 Sitze, Grüne, Linke und die SPD jeweils acht.
Das BSW ist mit fünf Mandaten im Magdeburger Landtag vertreten.
Für eine absolute Mehrheit sind 42 Stimmen notwendig.
Diese erreichen AfD und BSW gemeinsam.
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