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Neue Studie - Wie Geschwister sich im Krankheitsrisiko unterscheiden

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Neue Studie - Wie Geschwister sich im Krankheitsrisiko unterscheiden

Ob Erstgeborener oder Zweitgeborener: Die Position unter Geschwistern hängt offenbar mit unterschiedlichen Krankheitsrisiken zusammen. Eine große Untersuchung mit mehr als zehn Millionen Menschen zeigt: Bei einigen Erkrankungen sind Erstgeborene häufiger betroffen, bei anderen Zweitgeborene.

Die Wissenschaftler werteten US-Krankenversicherungsdaten aus den Jahren 2003 bis 2024 aus. Untersucht wurden 5.135.006 Zwei-Kind-Familien mit insgesamt 10.270.012 Personen. Die Forscher nahmen 569 Krankheiten beziehungsweise Diagnosegruppen unter die Lupe.

Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Autismus : Erstgeborene aus unterschiedlichen Familien erhielten häufiger eine entsprechende Diagnose als Zweitgeborene. Dieses Muster zeigte sich auch bei ADHS, Lebensmittelallergien, Akne und allergischem Schnupfen . Bei ADHS und Asthma waren die Unterschiede allerdings vergleichsweise klein.

Bei anderen Erkrankungen drehte sich das Bild. Hier erhielten Zweitgeborene häufiger eine Diagnose. Besonders deutlich zeigte sich das bei Gürtelrose, gefolgt von Substanzmissbrauch, Erkrankungen der Gallenwege und Migräne.

Auch der direkte Vergleich des ersten und zweiten Kindes derselben Familie zeigte bei wichtigen Erkrankungen dasselbe Muster. Autismus und ADHS wurden häufiger bei Erstgeborenen diagnostiziert, Substanzmissbrauch dagegen häufiger bei Zweitgeborenen.

Als mögliche Erklärungen nennen die Autoren unter anderem biologische Unterschiede zwischen Schwangerschaften, das Alter der Eltern und den Zeitpunkt einer Diagnose. Bei Allergien könnten frühe Kontakte mit einer größeren Vielfalt von Mikroorganismen eine Rolle spielen.

Entscheidend ist: Die Studie zeigt Zusammenhänge, aber keine Ursache und Wirkung. Die Geburtsreihenfolge selbst muss also nicht für die Unterschiede verantwortlich sein.

Untersucht wurden zudem ausschließlich Zwei-Kind-Familien mit arbeitgeberfinanzierter Krankenversicherung in den USA. Laut Studie sind Menschen mit höherem Einkommen und Weiße darin überproportional vertreten. Ob die Ergebnisse genauso für andere Bevölkerungsgruppen oder Länder gelten, lässt sich daher nicht sagen.

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