Erste Aussage vor Gericht: Angeklagte beschreibt, wie Fabians Blut in ihr Auto gekommen sein soll
Der Tod des acht Jahre alten Fabian in Güstrow beschäftigt das Gericht. Erstmals sagt nun die Verdächtige aus. Gleich zu Beginn liefert sie eine mögliche Erklärung für Fabians Blutspuren.
Die im Fall des Mordes am achtjährigen Fabian angeklagte Frau hat in ihrer ersten Aussage vor dem Landgericht Rostock auch die Beziehung zu dem Kind beschrieben. Ihr etwa gleichaltriger Sohn und Fabian hätten sich gut verstanden, sagte die 30-Jährige. Im August 2025 hätten sie zu dritt sogar noch einen gemeinsamen Ausflug an einen Badesee gemacht.
Dabei habe sich Fabian leicht am Fuß verletzt. Sie habe die kaum blutende Wunde mit einem Pflaster versorgt und mit einer Küchenrolle abgetupft, ohne das Blatt von der Rolle abzureißen. "Dann war Fabians Welt wieder in Ordnung." Die Ermittler hatten "genau dieses Stück mit diesem winzigen durchwässerten Bluttropfen" des Kindes in der hinteren Tür ihres Autos gefunden und als Beweismittel in den Prozess eingeführt.
Die Angeklagte verlas ihre Aussage von einem großen Stapel DIN-A4-Blätter. Auf 95 Seiten erstreckt sich ihre Einlassung. Ungefähr vier Stunden soll die Aussage dauern, Pausen noch nicht eingerechnet. Sie berichtete auch unter Tränen vom Tod ihres Lieblingspferdes. Nach einer halben Stunde unterbrach der Richter die Anhörung, um der Angeklagten eine kurze Pause zu gewähren.
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