US-Staatsverschuldung: Staatsschulden der USA übersteigen erstmals 40 Billionen US-Dollar
Die Staatsverschuldung der USA hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das US-Finanzministerium mitteilte, belaufen sich die Schulden der Vereinigten Staaten auf 40,05 Billionen US-Dollar (34,3 Billionen Euro). Damit stiegen die Schulden deutlich schneller als von der US-Regierung und Beobachtern bisher prognostiziert.
In den letzten knapp zehn Jahren, unter US-Präsident Donald Trump und seinem Amtsvorgänger Joe Biden, hat sich die Summe mehr als verdoppelt: Zu Beginn von Trumps erster Amtszeit im Jahr 2017 betrug sie noch 19,95 Billionen US‑Dollar. Wie CNN berichtete , ging der US-Kongress 2023 noch davon aus, dass die Schwelle der 40 Billionen erst im Haushaltsjahr 2028 erreicht werden würde.
Grund für den jüngsten Anstieg sind unter anderem die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, langfristige Zahlungsverpflichtungen in den Bereichen soziale Sicherheit und Gesundheitsversorgung sowie steigende Zinskosten. Auch die Verteidigungsausgaben, insbesondere seit Beginn des Irankriegs, sind stark gestiegen.
Die früher von Elon Musk geleitete sogenannte Behörde für Regierungseffizienz (DOGE) hatte zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit zunächst versprochen, die Bundesausgaben mit radikalen Kürzungen um eine Billion Dollar zu senken. Wie die New York Times berichtete , erzielte die umstrittene Behörde bislang nur Einsparungen in Höhe von etwas mehr als 200 Milliarden Dollar.
Die gesetzliche Schuldenobergrenze liegt derzeit bei 41,1 Billionen Dollar. Nach Einschätzung des Bipartisan Policy Center dürfte sie zwischen dem Ende des Winters und Mitte 2027 erreicht werden. Dann müsste der Kongress erneut über eine Anhebung oder Aussetzung der Obergrenze entscheiden.
Experten warnen jedoch, dass die steigende Verschuldung bereits jetzt ökonomische Folgen für Bürgerinnen und Bürger habe. Sie treibe die Kreditkosten für Hypotheken und Autos in die Höhe, drücke die Löhne, weil Unternehmen weniger Geld für Investitionen zur Verfügung hätten, und führe zu höheren Preisen für Waren und Dienstleistungen.
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