Matchball vergeben! - Zverev verliert nerviges Regen-Match
Das war ein Hingucker, den man nicht alle Tage sieht! Alexander Zverev (29) ist beim Masters in Cincinnati im Achtelfinale ausgeschieden. Er verliert gegen den Amerikaner Tommy Paul (29) 6:4, 6:7, 4:6. Im zweiten Satz wird die Partie 75 Minuten wegen Regens unterbrochen. Das T-Shirt des Hamburgers ist eh patschnass, da zieht er es lieber gleich aus, geht nur mit seiner Tasche über der Schulter in die Kabine.
Es scheint lange, dass Zverev immer besser ins Turnier kommt. Nach zwei Fehlstarts in den ersten beiden Partien, als er jeweils schnell 0:3 zurücklag, gelingt ihm gegen Paul sofort ziemlich viel. Diesmal macht der French-Open-Sieger Mitte des ersten Satzes das Break und serviert den Satz zum 6:4 aus. Der Amerikaner ist einer der wenigen Profis, gegen die Zverev eine negative Bilanz hat: 1:2. Doch die beiden Niederlagen liegen fünf bzw. sechs Jahre zurück.
Gegen die Nummer 24 der Welt sind die Bedingungen besser als in den vergangenen Tagen. Es ist kühler, die schwülheiße Luft größtenteils verschwunden. Die Anlage ist wolkenverhangen, es lässt sich also aushalten. Die ersten beiden Matches durfte Zverev abends bestreiten, nun muss er zum ersten Mal am Tag ran. Scheint ihm aber nichts auszumachen.
Es scheint, als wolle er sich vor den Augen von Freundin Sophia Thomalla (36) beeilen, denn der Arbeitstag ist mit dem Matchball noch nicht beendet. Mit Kumpel Marcelo Melo (42) geht es kurz nach der Partie gegen Paul im Doppel weiter. Viel Matchpraxis also im US-Bundesstaat Ohio nach dem frühen Aus vor zwei Wochen in Montreal. Die kann ihm nur guttun. Doch das Wetter macht dem Eilzugtempo beim 3:4 im zweiten Durchgang einen Strich durch die Rechnung.
Nach Wiederbeginn geht es in den Tiebreak. Auch der wird beim Stand von 4:4 wieder unterbrochen, die Linien trockengewischt. Dann die große Chance: Matchball! Doch plötzlich zeigt der zweimalige Weltmeister Nerven, vergibt den Punkt und verliert den Satz. Danach ein wildes Hin und Her: Break Zverev, Break Paul, Regenpause – die Partie will kein Ende nehmen.
Als dann wie aus heiterem Himmel die Sonne hervorkommt, geht gar nichts mehr. Nach 2:50 Stunden verwandelt Paul seinen zweiten Matchball. Kurze Pause, dann Doppel für Zverev. Wenn es nicht wieder regnet. Aber große Lust wird er nach der Pleite darauf wohl nicht haben.
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