Ende der Sommerferien: So schwierig wird das neue Schuljahr in Brandenburg
Mehr als 324.000 Schülerinnen und Schüler starten in Brandenburg – doch 313 Lehrkräftestellen bleiben zunächst unbesetzt.
Das kann Folgen für den Unterricht haben.
Schon vor dem Start ins neue Schuljahr hatte Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) vom „schwierigsten Schuljahr überhaupt in Brandenburg “ gesprochen.
Der Grund: zu wenige Lehrkräfte auf zu viele Schülerinnen und Schüler.
Bei einer Pressekonferenz in einem Cottbuser Gymnasium bemühte er sich um klare Ansagen und um entwarnende Worte: „Wir können den Schülerinnen und Schülern den Weg zu ihren Schulabschlüssen gewährleisten.“ Wie groß ist der Lehrkräftemangel im Schuljahr 2026/27? Zu Beginn des neuen Schuljahres sind 313 Vollzeitstellen im Land noch unbesetzt.
Das seien weniger als befürchtet, aber mehr als im vergangenen Jahr mit 255 fehlenden Lehrkräften, so der Minister.
Ein Unterschied zu den Stellenausschreibungen erkläre durch die laufenden Besetzungsverfahren.
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler sei in diesem Schuljahr mit voraussichtlich rund 324.400 so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Angesichts dessen könnten schon einzelne Ausfälle von Lehrkräften die Schulen vor ernsthafte Probleme stellen, sagte Hoffmann .
Er will deshalb versuchen, Lehrkräfte aus der Teilzeit zu holen und sie mit der Bitte um mehr Unterrichtsstunden anschreiben: „Jede Stunde mehr Unterricht zählt.“ Der Schuldienst in Brandenburg startet den Angaben zufolge mit 22.311 Lehrkräften ins neue Schuljahr, rund 20 Prozent sind Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger.
Mehr als 400 Lehrerinnen und Lehrer seien freiwillig an Schulen mit großem Personalbedarf gewechselt.
Auch habe es Umsetzungen von Amts wegen gegeben - innerhalb des jeweiligen Schulamtsbereichs und „im niedrigen zweistelligen Bereich“.
Wie sicher sind die Abschlüsse? Dem Minister zufolge sind die Schulabschlüsse „gewährleistet“.
Auch wenn dafür „einige schmerzhafte Maßnahmen notwendig“ seien.
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