Strafprozess: Frau stirbt nach Schlägen - Prozess gegen Lebensgefährten
Eine 52-Jährige stirbt nach massiven Schlägen - mutmaßlich ihres Lebensgefährten.
Doch das Ergebnis der Obduktion stellt die Justiz vor Schwierigkeiten.
Ein halbes Jahr nach dem Tod einer 52-Jährigen hat in Düsseldorf der Prozess gegen ihren Lebensgefährten begonnen.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 61-Jährigen versuchten Mord aus niederen Beweggründen vor.
Beim Prozessauftakt schwieg der Angeklagte.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der Mann seine Freundin in der Nacht zum 15.
Februar in seiner Wohnung im Stadtteil Wersten aus Eifersucht gegen den Kopf geschlagen.
Die Ukrainerin starb noch in derselben Nacht.
Dennoch lautet die Anklage nur auf versuchten Mord.
Den Grund lieferte die Rechtsmedizinerin: Weil die 52-Jährige zum Zeitpunkt der Verletzungen mit vier Promille erheblich unter Alkoholeinfluss stand, konnte die Obduktion nicht klären, ob die Schläge des Angeklagten ihren Tod verursacht haben.
Bei der Obduktion hatte die Ärztin bei dem Opfer schwere Hirnblutungen und außerdem Einblutungen in den Augen gefunden.
Das spricht dafür, dass sie nicht nur geschlagen, sondern ihr auch die Atemwege blockiert wurden.
Der Angeklagte hatte in der Tatnacht selbst den Notruf gewählt und Rettungskräfte gerufen.
Getrunken und gestritten Polizisten soll der Deutsch-Ukrainer später gesagt haben, man habe an dem Abend getrunken und gestritten.
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