Aus mehr als 1.500 Hufeisen: Opa und Enkel bauen historischen DDR-Traktor nach
220 Arbeitsstunden, 1.551 Hufeisen und viel Herzblut: Wie Opa Gerhard seinen Enkel Malte für echtes Handwerk begeistert – fernab von Instagram, TikTok und Co.
Umgeben von Blumenkübeln und kegelförmigen Hecken steht der knapp eine Tonne schwere DDR-Oldtimer-Traktor auf einem steinernen Sockel im Vorgarten von Gerhard Kähne.
Der Trecker ist aber kein historisches Sammlerstück, sondern ein Nachbau des luftgekühlten Famulus 14/36 aus 1.551 Hufeisen - Maßstab 1:1. „Meine Liebe ist meine Frau, Anne-Kathrein, seit 44 Jahren, aber meine zweite große Liebe sind die Oldtimer“, schwärmt der 64 Jahre alte Strasburger von den alten Ackerschleppern.
Schon sein zweiter Hufeisen- Trecker Es ist nicht Kähnes erster Traktor-Nachbau aus Hufeisen.
Bereits vor etwa zehn Jahren schweißte er einen Lanz Bulldog zusammen.
Ein echter Oldtimer-Schatz war ihm zu teuer, also entschloss er sich, seinen Traum-Trecker aus Hufeisen nachzubauen.
Das Kunstwerk schenkte er später seinem Cousin aus Sachsen-Anhalt.
Seither juckte es dem Hobby-Bastler immer wieder in den Fingern, einen neuen Traktor für sich zu bauen.
Ende des vergangenen Jahres überkam es ihn dann.
Er wollte seinen ersten vor 25 Jahren erworbenen Oldtimer-Traktor nachbauen, den Famulus.
Gebaut in den 1960er Jahren im Schlepperwerk Nordhausen in Thüringen: „Ob ich im Winter auf der Couch liege und der Bauch wird immer mehr, oder ich gehe sonnabends, sonntags oder nach Feierabend in die Halle und schweiß' so einen Trecker zusammen“, das mache ihm einfach eine große Freude, fasst der gelernte Landmaschinen- und Traktorenschlosser zusammen. „Das ist mein Hobby und das ist mein Leben“ Wenn Kähne nicht gerade einen Traktor aus Hufeisen zusammenbaut, findet man ihn wahrscheinlich beim Schrauben an einem echten Oldtimer-Modell.
Er helfe vielen Bekannten und fahre auch in andere Orte zum Basteln. „Das ist mein Hobby und das ist mein Leben“, sagt der Uckermärker.
Schon im Kindesalter habe er einen Hang zum Basteln gehabt und kleine Micky-Maus-Figuren aus Kronkorken zusammengelötet.
Den Famulus baute Kähne mit seinem Enkel Malte zusammen.
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