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Trauer und Jubel bei den Cyclassics - Ein Franzose aus Texas zieht am schnellsten

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Trauer und Jubel bei den Cyclassics - Ein Franzose aus Texas zieht am schnellsten

Radprofi Paul Magnier (22) ist Franzose. Doch weil sein Vater für eine Ölfirma in Texas arbeitete, wurde der Sprinter in Laredo geboren. Bei den 29. ADAC Cyclassics zog der Fahrer vom Soudal-Quickstep-Team nach einem dramatischen Rennen nun im Massensprint am schnellsten an – und gewann sein erstes Eintagesrennen auf der WorldTour vor Mike Teunissen (33/XDS – Astana) und Laurence Pithie (24/Red Bull-Bora-Hansgrohe).

„Ich bin superstolz“, freute sich der dreifache Etappensieger des Giro d’Italia nach 205,3 harten Kilometern im Ziel (Zeit: 4:17:55 Stunden). „Ich glaube, ich kann mich wirklich bei meiner Mannschaft bedanken. Jeder einzelne Fahrer hat extrem hart gearbeitet und im Finale hat mich das Team wirklich in die perfekte Position gebracht.“

Direkt nach dem Ziel hatte sich eine sechsköpfige Ausreißergruppe um die beiden Deutschen Erbacher Jonas Rutsch (28/Intermarché-Wanty) und den Bremer Niklas Behrens (22/Visma-Lease a Bike) gebildet. Erst nach der fünften und letzten Überfahrt über den berüchtigten Waseberg (bis zu 16 Prozent Steigung) wurde Rutsch als Letzter der Gruppe 15 Kilometer vor dem Ziel eingeholt. „Die Fluchtgruppe ist immer ein bisschen ein Wagnis, weil man nicht weiß, wie es ausgeht“, sagte Rutsch in der ARD. „Aber wenn man es nicht versucht, weiß man es auf keinen Fall. Ich habe es versucht und es hat nicht ganz gelangt, ich bin trotzdem stolz auf das Rennen, das ich gefahren bin“, kommentierte Rutsch seinen Tag nach dem Ziel gegenüber der ARD und lieferte direkt eine Erklärung, woran es gelegen haben könnte: „Ich denke, was die ganze Geschichte ein bisschen gekillt hat, war die Tempoverschärfung von dem Cofidis-Fahrer beim vorletzten Mal den Waseberg hoch, weil wir die beiden Visma-Fahrer dadurch abgehängt haben.“

Vor dem Start des Eliterennens hatte es eine Schweigeminute für den am Freitag tödlich verunglückten Finlay Tarling (19) gegeben. Der Waliser war auf der achten Etappe der Portugal-Rundfahrt frontal mit einem „Geisterfahrer“ zusammengestoßen. Der Fahrer des Wagens hatte offenbar die aufgestellten Schilder nicht beachtet …

Was zum Zeitpunkt des Gedenkes kaum einer wusste: Das Rennen der rund 12.000 Hobbyfahrer wurde ebenfalls von einem tragischen Zwischenfall erschüttert. Ein 70-jähriger Teilnehmer brach um 8.27 Uhr auf Höhe der Holstenkampbrücke mit einem Schwächeanfall zusammen und stürzte. Passanten begannen sofort mit der Reanimation und der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort starb er. Die Polizei geht von einer Vorerkrankung aus. Der Veranstalter A.S.O. sprach sein Beileid aus: „Unser Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen.“

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