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„Bin keine 17 mehr“ - Wie Kaars seine Tor-Krise wegknallte

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„Bin keine 17 mehr“ - Wie Kaars seine Tor-Krise wegknallte

Stark bewölkt, leichter Schneefall, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Das Wetter in Hamburg, als Martijn Kaars (27) am 27. Januar einen Elfmeter für St. Pauli gegen RB Leipzig (1:1) versenkte. Jetzt ist Kaars in der Hitze von Kiel (33 Grad) wieder aufgetau(ch)t.

Dazwischen Tor-Krise. Und auch beim 2:2 im Nord-Duell sah es anfangs nicht nach einem Treffer aus. In der 2. Minute lief Kaars alleine auf das Tor zu, schoss aber Keeper Weiner an. Eine halbe Stunde später zielte der Holländer in identischer Szene besser. Er traf durch die Beine des Torhüters zum 1:0 (32.).

„Ich bin 27, zum Glück. Als ich 17 war, war das schwierig“, erklärt Kaars, warum er trotz des Fehlschusses gelassen blieb. „Alle Stürmer schießen Tore und verpassen Chancen. Nur ruhig bleiben. Das war eine ähnliche Szene. Entscheidung treffen und zwischen die Beine schießen und dann ist das ein Tor. Das ist auch eine Qualität, wenn eine Großchance nicht reingeht, dass du ruhig bleibst“, erklärt er.

So einfach war das in der vergangenen Bundesliga -Saison nicht. Außer dem Elfmeter traf Kaars nur noch gegen Heidenheim (2:1) doppelt. Nach dem Abstieg und mit neuem Trainer begann eine andere Zeit. Schon in der Vorbereitung zeigte Kaars unter Marcel Rapp (47) aufsteigende Form. „Ich weiß, ich kann Tore schießen. Ich weiß, ich habe einen guten Abschluss. Ich weiß, ich kann tief laufen. Ich weiß, dass ich schnell bin. Ich weiß, dass ich Chancen kriege. Warum sollte ich in Panik verfallen?“, sagt er jetzt selbstbewusst. Fast wäre ihm das entscheidende 3:1 gelungen. Seinen Kopfball entschärfte Weiner mit einer Hand überragend.

Auch für Sturmpartner Taichi Hara (27) endete eine Leidenszeit. Der Japaner feierte mit dem 2:0 (45.+3) seine Tor-Premiere für St. Pauli. In der Winterpause von J-League-Klub Kyoto geholt, stand er in der Rückrunde lediglich vier Minuten auf dem Feld. Rapp brachte ihn in beiden Zweitliga -Partien in der Startelf. „Taichi hatte letzte Woche zwei gute Chancen und eine Riesen-Chance vorbereitet. Deswegen hatte er verdient, zu spielen.“ Und: „Er fühlt sich wohl, hat einen guten Abschluss. Das kann er noch ein bisschen öfter zeigen, aber er macht Fortschritte.“

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