Trotz langer Unterzahl - Deutscher Trainer schnappt Paris Titel weg!
So hat er sich seinen Einstand vorgestellt! Dino Toppmöller (45) gewinnt mit seinem neuen Klub RC Lens den französischen Supercup – und schnappt dem amtierenden Meister Paris Saint-Germain den zweiten Titel der noch jungen Saison weg. Zuvor hatte das Star-Ensemble den Uefa-Supercup geholt (2:1 gegen Aston Villa). Toppmöller vermiest Paris die Party – und feiert selbst den perfekten Start in sein neues Frankreich-Abenteuer!
Dabei begann Paris zunächst dominant, Neuzugang Maghnes Akliouche (24/kam für 50 Mio. Euro aus Monaco) stand erneut in der Startelf. Doch zwingende Chancen blieben aus – und das wurde bestraft. Lens ging durch Florian Thauvin in Führung (32.). Allerdings musste der Außenseiter wenig später einen Nackenschlag hinnehmen. Kyllian Antonio sah nach einem Tackling gegen Akliouche glatt Rot. Weil der Verteidiger auch noch leicht den Ball berührte, war die Lens-Bank außer sich – auch Toppmöller war sauer!
In der Folge rannte Paris an, blieb aber glücklos. Unschöner Schlusspunkt aus Sicht des Champions-League-Siegers: Nuno Mendes (86.) sah nach einem Schlag ins Gesicht von Skoras die Rote Karte. Am Ende Kosmetik, wenig später konnte Toppmöller seinen ersten Titel bejubeln!
Im Januar hatte sich Eintracht Frankfurt von Toppmöller getrennt. Ein halbes Jahr später, Mitte Juni, hatte er in Lens einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Der Klub gewann in der vorherigen Saison den Pokal, landete in der Liga auf Platz 2 – und startet in dieser Saison erneut in der Champions League.
Ein Wettbewerb, den Toppmöller aus seiner Frankfurter Zeit bestens kennt. Dabei sieht der Coach durchaus Parallelen zwischen seinem neuen Klub und der Eintracht. Im Interview mit der französischen Sportzeitung „L’Équipe“ sagte er: „Lens ist ein bisschen wie Eintracht Frankfurt, nur mit weniger finanziellen Mitteln, denn die Krise bei den TV-Rechten hat allen Teams der Ligue 1 zugesetzt. Es herrscht Leidenschaft, die Menschen tragen den Fußball im Herzen, die Mannschaft versucht, die Werte des Vereins zu wahren, und das finde ich großartig.“
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