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„Woltemade gekillt“ - ZDF-Fritzy bereut Kritik an Nagelsmann

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„Woltemade gekillt“ - ZDF-Fritzy bereut Kritik an Nagelsmann

Werders Frauen-Trainerin Fritzy Kromp (41) im Interview über den Bundesliga-Start, den DFB-Wechsel von Per Mertesacker und ihre Kritik an Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann (39).

Frau Kromp, Sie waren in diesem Sommer Trainerin, Managerin und TV-Expertin. Was war am anstrengendsten?

Ganz klar die Thematik rund um die Kaderplanung. Vor allem, weil wir uns zum Ziel gesetzt haben, überwiegend ablösefreie Spielerinnen zu verpflichten. Daher war der Markt eingeschränkter und wir mussten nach kreativen Lösungen suchen.

Ist es ein Vorteil, dass Sie quasi bestimmen konnten, wer geholt wird?

Natürlich war es ein gemeinsamer Prozess. Das Team rund um Clemens Fritz hat uns dabei eng unterstützt. Das Recruiting und Scouting sowie die Kontaktaufnahme mit möglichen Spielerinnen lagen insbesondere bei Co-Trainerin Michaela Specht und mir. Am Ende haben wir die Entscheidungen gemeinsam im Team getroffen und dabei natürlich immer auch den finanziellen Rahmen berücksichtigt. Es war also ein Zusammenspiel verschiedener Bereiche.

War die Tatsache, in der Transferphase ohne Managerin dazustehen, nicht ein Rückschritt für die Entwicklung des Frauenfußballs bei Werder?

Ja, das war sicherlich eine ungeplante und sehr herausfordernde Situation. Wir haben das aber im Team gut aufgefangen, es angenommen und gemeinsam gemeistert.

Geplant war es aber nicht, dass Sie nach dem Aus von Birte Brüggemann die Kaderplanung so lange übernehmen …

Nein, das war so sicherlich nicht geplant. Aus zeitlicher Sicht wäre es natürlich besser gewesen, wenn die Entscheidung früher gefallen wäre. Gleichzeitig war es wichtig, sich die nötige Zeit zu nehmen und in Ruhe die richtige Entscheidung zu treffen. Ich glaube, dass es am Ende gut war, diesen Prozess nicht zu überstürzen.

Wir haben Birte viel zu verdanken. Sie hat enorm viel vorangetrieben und für den Bremer Frauenfußball Pionierarbeit geleistet. Das kostet aber auch viel Zeit und Kraft. Daher kann ich verstehen, dass sie sich verändern wollte.

Wir hatten eigentlich immer einen guten Austausch. Birte hat mich damals auch mit nach Bremen geholt, und wir haben von Beginn an gut zusammengearbeitet. Natürlich gibt es in einer Zusammenarbeit unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen, aber das gehört für mich dazu.

Nein, bisher nicht. Es war ja das klare Ziel, die Professionalisierung mit mir weiter voranzutreiben. Dabei gilt es auch, neue Wege zu gehen und vielleicht auch mal Entscheidungen zu treffen, die nicht jeder gut findet.

Sie wurden vor allem von Ex-Spielerin Melina Kunkel öffentlich kritisiert. Wie sind Sie damit umgegangen?

Der persönliche Angriff kam für mich schon überraschend, ich habe es aber aufgearbeitet und abgehakt. Mit der Spielerin habe ich nicht mehr gesprochen. Ich versuche, in solchen Situationen den Fokus auf die Spielerinnen zu legen, die da sind.

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