Beschäftigte unter Verdacht: Bestechungsfall in Bremer JVA - auch Kokain geschmuggelt
In einem Bremer Gefängnis sollen Bedienstete Drogen und Lebensmittel für Inhaftierte geschmuggelt haben.
Nun wurde ein weiteres Detail bekannt und es gibt konkrete Folgen.
Im Bestechlichkeitsfall an der JVA Bremen ist ein weiteres Detail bekanntgeworden.
Ein Bediensteter des Gefängnisses soll mutmaßlich ein Kilogramm Kokain in die Anlage geschleust haben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.
Zuvor hatte buten un binnen berichtet.
Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft gegen 23 Verdächtige wegen des Bestechungsfalls in der Justizvollzugsanstalt Bremen-Oslebshausen ermittelt.
Unter den Verdächtigen sind laut den Ermittlern sechs JVA-Beschäftigte und zehn Häftlinge sowie weitere Menschen außerhalb des Dunstkreises des Gefängnisses.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die JVA-Mitarbeiter diverse Gegenstände, darunter Kommunikationsgeräte, Lebensmittel und Drogen in das Gefängnis eingeschleust haben.
Gefangene sollen die Gegenstände dort weiterverkauft oder verteilt haben.
Geprüft wird unter anderem, ob möglicherweise Papier mit synthetischen Cannabinoiden getränkt und über eine in der JVA tätige Lehrerin in das Gefängnis gebracht wurde.
Hausverbote, Freistellungen und schärfere Kontrollen In der JVA selbst gibt es erste Konsequenzen.
Neben Hausverboten und einer Freistellung der beschuldigten Bediensteten sind auch schärfere Kontrollen in dem Gefängnis vorgesehen.
Unter anderem soll ein neuer Drogenscanner zum Einsatz kommen.
Darüber hinaus soll eine Expertengruppe „gezielt prüfen, welche weiteren Maßnahmen getroffen werden können, um die Justizvollzugsanstalt zukünftig noch besser gegen solche Vorfälle zu schützen“, wie das Justizressort bereits am Donnerstag mitteilte.
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