Freizeit: „Tramprennen“ nach Rumänien - „Schneller als die Bahn“
Immer weniger Menschen reisen per Anhalter.
In Lüneburg und der Oberpfalz startet ein „Tramprennen“ als Wettkampf in Teams.
Sie wollen das preiswerte Reisen populärer machen.
Daumen raus und los geht’s per Anhalter ins Abenteuer - etwa 67 Teilnehmer starten aus Weiden in der Oberpfalz und Lüneburg das „Tramprennen“ nach Rumänien.
In Grüppchen zu zweit oder dritt geht es auf mehrere Etappen, wer zuerst ankommt, schaut sich nach Übernachtungsmöglichkeiten um. „Wir sind in Teams unterwegs, allein in ein Auto steigen führt zur Disqualifikation.
So sind unsere Regeln“, erzählt Tessa Brancalion von der Organisation über den Wettkampf.
Sie startet mit 36 Mitstreitern und Mitstreiterinnen in Lüneburg.
Geplant ist außer der Reservierung des Campingplatzes am Zielort Pui nicht viel.
Alle haben Outdoor-Ausrüstung inklusive Zelt dabei. „Wir sind eine Gruppe von 19 bis 56 Jahren und unser Ziel ist es, dass Trampen populärer wird“, erzählt die 33-Jährige. „Deutschland ist zum Trampen ein einfaches Land, ich bin deutlich schneller als die Deutsche Bahn“, sagt die Studentin.
Seit 2018 gibt es das jährliche Gemeinschaftserlebnis, zuerst ging es nach Spanien, auch Estland und Griechenland waren Zielländer - nur wegen Corona wurde zwei Jahre pausiert.
Philipp Weckesser startet mit seiner Freundin in der Oberpfalz .
Er reist seit elf Jahren per Autostopp und wartet im Inland nach eigenen Angaben längstens eine Stunde auf eine Mitfahrgelegenheit. „Es ist ein Hobby, wir machen es gern, weil man immer mit Menschen in Kontakt kommt, die sich vor Ort auskennen“, erzählt der 35-Jährige.
Trampen so (un-)gefährlich wie Disco-Besuch Einmal habe er eine schlechte Erfahrung gemacht, als ein Autofahrer sexuell übergriffig werden wollte.
Aber generell, findet Weckesser, sei das kostenlose Mitreisen nicht gefährlich.
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