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Dorfklub gegen Mainz - Kult-Knipser hofft auf „geilen Freistoß“

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Dorfklub gegen Mainz - Kult-Knipser hofft auf „geilen Freistoß“

Krieschow – Dienstagabend, 18.50 Uhr. Die „Lebensversicherung“ des VfB Krieschow fährt am Sportplatz vor. Fenster unten, die Musik dröhnt über den ganzen Platz. Trainingsbeginn war schon um 18 Uhr. Doch Krieschows Kult-Knipser Andy Hebler (37) hat dienstags seinen langen Tag in der Gemeindeverwaltung. Büroarbeit statt Videoanalyse und Aufwärmen. Mit 284 Pflichtspieltoren darf man sich das anscheinend erlauben.

Seit 10 Jahren ballert „Heblox“ Krieschows Gegner in Grund und Boden. Er ist Rekordtorschütze der fünftklassigen NOFV-Oberliga-Süd und des Brandenburger Pokals. Den hat Krieschow gewonnen und darf jetzt als kleinster Teilnehmer (480 Einwohner) jemals im DFB-Pokal antreten. Gegner am Sonntag (15.30 Uhr): der 1. FSV Mainz 05. BILD fragt: Klappt es auch gegen den Bundesligisten mit einem Tor? „Wenn wir mal einen geilen Freistoß kriegen aus 20 Metern, hoffe ich mal, dass der reingeht“, sagt Hebler. „Man probiert immer ein Tor zu schießen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit jetzt nicht so hoch ist.“

„Heblox“ hat in jüngeren Jahren schon bei Holstein Kiel und Energie Cottbus gespielt, lief fünfmal in der 3. Liga auf. Jetzt versetzt er die 5. Liga in Angst und Schrecken. Die Mainzer Verteidigung kennt der gebürtige Cottbuser nur aus dem Fernsehen. Besonders ein Name ist ihm bekannt: Mainz’ eisenharter Verteidiger Dominik Kohr (32). Hebler blickt voraus: „Ein Kohr mit seiner körperlichen Spielweise, das liegt mir schon. Ich bekomme auch mal einen mit. Ich bin keiner, der herumjammert. Aber mal schauen, ob es überhaupt dazu kommt. Die sind ja alle achtmal schneller als ich.“

Hebler ist ein bulliger Typ, der auf dem Platz lange nicht so sympathisch spielt, wie er außerhalb des Rasens wirkt. Worauf müssen sich die Mainzer gefasst machen? „Ich bin kein Laufwunder. Aber im Strafraum bin ich schon abschlussstark“, beschreibt der 37-Jährige seinen Spielstil. Das konnte er auch schon in der Icon-League beweisen, wo er mit Tim Kleindienst (30) und Torsten Mattuschka (45) antrat. Die Influencer-Hallenliga hat Hebler mittlerweile aufgegeben. Nach Spielen dauert Heblers Regeneration ohnehin ein paar Tage länger als die seiner teilweise deutlich jüngeren Kollegen.

Das Gesicht des VfB Krieschow hat nicht nur Erfahrung auf dem Platz, sondern auch im Feiern. Hebler verspricht: „Wenn wir die Sensation schaffen, gibt es beim Feiern in Krieschow keine Grenzen.“ Vielleicht gelingt die Sensation nach einem „Heblox-Freistoß“ aus 20 Metern. Träumen ist erlaubt in Krieschow.

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