Brand: Feuer im Hohen Venn: Wird sich das Moor jemals erholen?
Seit Tagen wütet ein riesiges Feuer im Hohen Venn, einer Hochmoorlandschaft an der deutsch-belgischen Grenze.
Experten erklären, was notwendig ist, um die einzigartige Landschaft zu retten.
Das Feuer im Hohen Venn , einer seltenen Hochmoorlandschaft an der deutsch-belgischen Grenze, hat Entsetzen ausgelöst.
Welche Chancen hat das Moor, sich davon zu erholen? Holger Sticht, NRW-Landesvorsitzender des Bundes für Umwelt- und Naturschutz, und Tilmann Disselhoff, Moorexperte des Naturschutzbundes (Nabu), beantworten diese und weitere Fragen zum Thema.
Wird sich das Moor erholen und falls ja - wie schnell? Sticht: „Das ist schwer zu sagen, wenn man das tatsächliche Ausmaß noch nicht kennt.
Es hängt sehr davon ab, ob und wie stark der Torfkörper von dem Feuer erfasst ist.
Aber dieses Gejammere „Das Moor ist tot“ ist natürlich Quatsch.
Entscheidend ist, ob genügend nasse Moorbereiche übrig sind, damit die Tiere und Pflanzen die verbrannte Fläche möglichst schnell wieder besiedeln können.
Je nach Ausmaß des Schadens kann dies Jahre oder Jahrzehnte dauern.
Ich habe aber die Hoffnung, dass die Torfschicht nicht völlig abbrennt, weil die unteren Schichten nasser geblieben sein dürften als die oberen.“ Disselhoff: „Hochmoore entstehen durch ein Überangebot von Wasser.
Man muss natürlich den Klimawandel berücksichtigen.
Entscheidend ist die Niederschlagsmenge.
Es kann sein, dass man das Hochmoor deswegen nicht mehr auf 100 Prozent der ehemaligen Fläche renaturieren kann.
Das hängt von der Veränderung des Niederschlags in der Region ab.“ Warum hat das Moor gebrannt? Sticht: „Das Hochmoor „Hohes Venn“ ist über Jahrzehnte mit Entwässerungsgräben und Drainagen entwässert worden, das ist die eigentliche Ursache.
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