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Justizsenatorin Badenberg unter Druck - CDU vermutet AfD hinter Plagiats-Affäre in Berlin

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Justizsenatorin Badenberg unter Druck - CDU vermutet AfD hinter Plagiats-Affäre in Berlin

Berlin – Aus den Plagiatsvorwürfen gegen Justizsenatorin Felor Badenberg (51, CDU) wird jetzt ein handfester Polit-Krimi. In CDU-Kreisen wächst nach BILD-Informationen der Verdacht, dass hinter den Vorwürfen mehr steckt als nur wissenschaftliche Kritik. Dort wird inzwischen offen darüber gesprochen, ob die AfD ein Interesse daran haben könnte, Badenberg kurz vor der Berlin-Wahl zu schaden.

Warum die CDU das vermutet: Badenberg war vor ihrem Wechsel in den Berliner Senat Abteilungsleiterin beim Bundesamt für Verfassungsschutz. Sie wirkte dort maßgeblich an der Bewertung der AfD mit. Nun gerät ausgerechnet sie selbst unter Druck.

Auslöser der Affäre ist der österreichische Plagiatsprüfer Stefan Weber (56). Er wirft Badenberg vor, in ihrer Dissertation aus dem Jahr 2005 insgesamt 83 Textstellen abgeschrieben zu haben (sogenannte Plagiatsfragmente), darunter sogar die Danksagung an ihre Familie. Weber bezeichnet die Vorwürfe als „schwerwiegend“ und zog sogar einen Vergleich mit dem Fall des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (54).

In der CDU sorgt dabei auch die Person Weber für Diskussionen. Parteikreise verweisen auf dessen frühere Kontakte zu Thüringens AfD-Chef Björn Höcke (54). Beweise für einen Zusammenhang mit den aktuellen Vorwürfen gibt es bisher allerdings nicht. Die Partei stellt sich trotzdem demonstrativ hinter ihre Senatorin.

Berlins CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers erklärte: „Felor Badenberg ist eine herausragende Justizsenatorin, die für Berlin viel bewegt. Wer sie kennt, weiß, mit welcher Integrität, Ernsthaftigkeit und Professionalität sie ihr Amt ausübt.“

Badenberg verstecke sich nicht hinter Anwälten oder Parteifreunden. Stattdessen habe sie selbst die Universität Köln um eine Prüfung ihrer Doktorarbeit gebeten. Evers weiter: „Angesichts der erhobenen Vorwürfe, über deren Ursprung und Motivation ich nicht spekulieren möchte, hat sie proaktiv die Universität Köln um eine Überprüfung der Doktorarbeit gebeten. Dieses Vorgehen unterstütze ich ausdrücklich.“

Für die CDU ist der Zeitpunkt äußerst heikel. Badenberg kandidiert bei der Abgeordnetenhauswahl im September für ein Mandat in Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Plagiatsvorwürfe treffen die Partei mitten im Wahlkampf. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist, soll jetzt die Universität Köln klären.

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