Dramatische Merz-Ansage im Vorstand - „CDU in Grundfesten erschüttert“
Berlin – Dramatisch klare Worte des Bundeskanzlers im CDU-Bundesvorstand. Nach dem Sachsen-Anhalt-Desaster zeigte sich Friedrich Merz (70) nach BILD-Informationen entsetzt über den AfD-Erfolg. Merz sprach von einer sich anbahnenden „rechtsradikalen Regierung“ und einem „rechtsradikalen Ministerpräsidenten“ in dem Ost-Land.
O-Ton Merz: „Wir haben eine starke Verfassung, wir haben alle Instrumente, um gegen eine rechtsradikale Landesregierung die Verfassung zu verteidigen, aber wir haben eine tektonische Erschütterung unseres Parteiensystems.“ Und dann der Hammer-Satz: „Das erschüttert unsere Partei bis in die Grundfesten. Wir können nicht zur Tagesordnung übergehen, auch ich nicht, auch nicht die Bundesregierung .“
Merz selbstkritisch: „Es ist nicht gelungen, einen emotionalen Zugang zu den Menschen zu finden.“ Es fehle die „emotionale Unterstützung der Bevölkerung“. Der CDU-Chef weiter: „Das können wir nicht ignorieren.“ Die CDU habe die Wahl „dramatisch verloren“. Das bedeute eine „tiefe Zäsur für die Partei“. Das Spannungsfeld, in dem man sich bewege, sei schwierig. Merz nannte nach BILD-Informationen hier Glückwünsche aus Moskau und den USA an die AfD.
Es folgte ein Appell zum Zusammenhalt. „Wir werden das nur schaffen, wenn wir offen über Probleme reden im Führungskreis“, sagte er. Aber die Partei müsse auch zusammenhalten. Jeder solle sich der Tatsache bewusst sein, „dass er mit öffentlichen Äußerungen, die sich gegen die Partei richten“, der CDU schade.
Ziel der AfD sei die „komplette Zerstörung der CDU“. Es könne mit der Partei „keine Zusammenarbeit geben“. Die CDU stehe fest „auf dem Fundament von Adenauer und Kohl“.
Und Wahlverlierer Sven Schulze? Er rekapitulierte den „extrem harten“ Wahlkampf für die Wahl in Sachsen-Anhalt . Er sei „massiv enttäuscht“. Die Umfragen hätten bessere Signale gesendet. Die AfD habe aber „andere Mechanismen“ in der Kampagnenführung, die Brutalität ihrer Angriffe sei beispiellos. Der Bevölkerung sei das „egal“ gewesen. Die AfD habe so auch viele Nichtwähler mobilisiert. „Das tut extrem weh, aber wir müssen es akzeptieren.“
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