Donnerstag, 8. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Raubkatzen-Alarm bei München - Ohren und Schwanz! Expertin erklärt Puma-Verdacht

Bild ·
Raubkatzen-Alarm bei München - Ohren und Schwanz! Expertin erklärt Puma-Verdacht

Oberding (Bayern) – Ein kurzes Video, eine flüchtige Bewegung. Eine Aufnahme versetzt seit Mittwoch eine ganze Region bei München in Alarmbereitschaft. Polizei und Experten rätseln: Ist das Tier, das bei Oberding gefilmt wurde, wirklich ein Puma? Hubschrauber, Drohnen und Suchhunde sind im Einsatz.

Wildtier-Expertin Eva Lindenschmidt von „Vier Pfoten“ mahnt zur Vorsicht. Die bislang veröffentlichten Aufnahmen seien zu unscharf, um eine eindeutige Artbestimmung vorzunehmen. „Aufgrund der schlechten Bildqualität und der fehlenden Einordnung zur Größe lässt sich nicht mit Sicherheit bestätigen, dass es sich um einen Puma handelt“, sagt Lindenschmidt zu BILD. Trotzdem gebe es Merkmale, die für eine Großkatze sprechen könnten.

„Betrachtet man jedoch den Körperbau, die Kopfform und die Form der Ohren sowie die Länge des Schwanzes, wäre es durchaus denkbar, dass es sich um einen Puma handeln könnte“, so die Expertin. Genau diese Merkmale werden derzeit auch von Fachleuten weiter untersucht. Die Behörden prüfen die Wärmebildaufnahmen gemeinsam mit Experten aus Zoos und Umweltbehörden.

Sollte sich der Verdacht auf einen Puma bestätigen, stellt sich sofort die nächste Frage: Wie kam er in ein Naturschutzgebiet nahe dem Münchner Flughafen? Bislang gibt es weder Hinweise auf einen entlaufenen Zirkus-Puma noch auf ein vermisstes Tier aus einer Auffangstation. Deshalb könnte das Tier auch aus privater Haltung stammen.

Für Wildtier-Expertin Lindenschmidt zeigt der aktuelle Vorgang ein grundsätzliches Problem auf. „Unabhängig von der Tierart zeigt der Fall, dass die private Haltung exotischer Wildkatzen ein Risiko für Mensch und Tier darstellt“, sagt sie. Für die Tierschutz-Stiftung ist der Fall ein Warnsignal: Pumas, Löwen und Tiger sollten nach Ansicht der Tierschützer nicht in Privathand gehalten werden.

Anders als viele vermuten, ist die private Haltung gefährlicher Wildtiere in Bayern nicht verboten. Wer etwa einen Puma halten will, benötigt jedoch eine behördliche Genehmigung, die nur unter strengen Auflagen erteilt wird. Ob das gesuchte Tier im Naturschutzgebiet bei München aus privater Haltung stammt, ist völlig offen. Bislang wurde bei den Suchmaßnahmen nach der Raubkatze nur eine ungefährliche Hauskatze entdeckt.

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›