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"Sehe dich beim Frisör": Infantinos bizarre Antwort an renitenten Reporter

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"Sehe dich beim Frisör": Infantinos bizarre Antwort an renitenten Reporter

Gianni Infantino ist einer der bekanntesten wenngleich umstrittensten Glatzenträger der Welt. Seit Jahrzehnten hat der FIFA-Präsident keine Haare mehr auf dem Kopf. Der Schweizer "Tages-Anzeiger" hatte Infantino jüngst attestiert, "den guten Ruf der Glatze quasi im Alleingang zu ruinieren."

Infantino hatte unlängst bedeutende Teile der Fußballwelt - mal wieder - gegen sich aufgebracht, als seine Pläne ruchbar wurden, dass er Anteile an den großen FIFA-Turnieren an private Investoren aus dem Umfeld des US-Präsidenten Donald Trump zu verschachern gedenkt.

In der Folge rebellierten neben den Fans auch mehrere Kontinentalverbände überraschend wütend. Auch die schnelle Ankündigung, die Pläne nach dem konzertierten Protest zunächst ruhen zu lassen, konnten die Kritiker nicht befrieden. Infantino sieht sich mit Forderungen konfrontiert, er solle abdanken. Bei einer Begegnung mit einem renitenten Reporter reagierte der Schweizer darauf zuletzt mit einer kuriosen Antwort.

Der FIFA-Präsident wurde vor einem Hotel in der Dominikanischen Republik vom US-Korrespondenten von Sky News, angesprochen, der den unter Beschuss geratenen Chef des Weltfußballverbandes zur Rede stellen wollte. Der Reporter wollte wissen, warum Infantino trotz der Forderungen aus der gesamten Fußballwelt nach seinem Rücktritt nicht zurückgetreten sei - und ob er "den Fußballsport verraten" habe. Die Antwort Infantinos an den ebenfalls kahlköpfigen Reporter: "Sie haben eine schöne Frisur. Vielen Dank."

Als der Präsident davonging, blieb der Reporter hartnäckig: "Warum treten Sie nicht zurück? Die Fans und die FIFA-Verbände wollen, dass Sie zurücktreten. Warum tun Sie es nicht? Haben Sie das Vertrauen der FIFA missbraucht?" Als er in ein wartendes schwarzes Auto stieg, antwortete Infantino: "Wir sehen uns beim Friseur" und brauste davon.

Obwohl sich Infantino der Unterstützung zahlreicher Verbände weiterhin sicher sein darf, steckt er derzeit in der größten Krise seiner Ära an der Spitze der FIFA. Seine Wiederwahl beim FIFA-Kongress im März 2027 gilt als unsicher. 2019 und 2023 war er noch ohne Gegenkandidat per Akklamation in seinem Amt bestätigt worden.

Besonders die UEFA hatte auf die offenbar klandestin forcierten Pläne zum Verkauf von Anteilen an unter anderem der Fußball-WM der Männer scharf reagiert und mit einem Boykott seiner Mitgliedsverbände von FIFA-Turnieren angekündigt.

Der asiatische Kontinentalverband AFC rechnete in einem Schreiben mit der FIFA-Führung ab. "Zwar dreht sich die aktuelle Debatte um die FFE, doch ist die AFC der Ansicht, dass diese Frage weit über einen einzelnen Vorschlag hinausgeht. Vielmehr hat sie grundlegende Schwächen in den Konsultations- und Entscheidungsprozessen der FIFA offenbart, die nun behoben werden müssen", hieß es.

Und weiter: "Die AFC nimmt zwar die jüngste Klarstellung der FIFA zu dem Vorschlag zur Kenntnis, doch bleiben die zentralen Bedenken hinsichtlich der Governance, der institutionellen Abläufe und einer sinnvollen Konsultation weiterhin unbeantwortet."

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