Das kommt überraschend - NFL schafft jahrzehntelange Tradition ab
Das Ende einer Tradition! Nach 88 Jahren schafft die NFL das alljährliche Pro-Bowl-Spiel ab. Das gab die beste Football-Liga der Welt am Mittwoch bekannt. Im Pro Bowl traten die von den Fans, Spielern und Trainern gewählten besten Profis der beiden Conferences (NFC und AFC) gegeneinander an.
In den letzten Jahren glich das Spiel jedoch eher einer Hobbypartie als einem echten All-Star-Spiel. Daher greift die NFL nun durch und verzichtet als erste der großen US-Ligen überraschend auf das traditionelle Auswahlspiel.
Die Pro-Bowl-Wahl soll jedoch weiterhin stattfinden. Künftig würden die Spieler am Wochenende zwischen den Halbfinals und dem Super Bowl aber zu einer Feier nach Los Angeles eingeladen.
NFL-Vizepräsident Troy Vincent (56): „Diese Entscheidung ergab sich direkt aus unseren fortlaufenden Gesprächen mit den Spielern und dem, was ihnen am Pro Bowl am wichtigsten ist. Von den Mitspielern, Trainern und Fans als einer der allerbesten auf seiner Position ausgewählt zu werden, hat eine enorme Bedeutung.“
Und weiter: „Wir haben deutlich gehört, dass diese Auszeichnung wichtig ist, und unser Fokus liegt darauf, die damit verbundene Anerkennung so zu gestalten, dass sie den Leistungen dieser Spieler auf dem Spielfeld gerecht wird.“
Der Pro Bowl war in unterschiedlichen Formen und unter verschiedenen Namen seit 1938 Bestandteil der Liga. Gerade in den letzten Jahren nahm das Zuschauer-Interesse am Event jedoch drastisch ab. Bei der letzten Ausgabe im Februar schalteten nur noch knapp über zwei Millionen Menschen ein.
Immer wieder wurde die fehlende Intensität, die den Sport ansonsten auszeichnet, kritisiert. Vincent: „Man kommt gerade aus den Halbfinals, die Zuschauer sehen die körperliche Härte des Spiels, und man versucht, das nachzuahmen. Ehrlich gesagt passt das einfach nicht zusammen. Das ist kein gutes Bild.“
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