Polizei ermittelt nach Vandalismus - Sportplatz von Kreisligist über Nacht zerstört
Der Schock beim Kreisoberligisten FSV Blau-Weiß Wermsdorf (Sachsen) ist groß. Alle hatten sich auf den Saisonstart und das erste Punktspiel gegen den TSV 1862 Schildau gefreut. Doch letztlich musste der Auftakt abgesagt werden, weil der heimische Sportplatz sinnlos zerstört wurde.
„Auf der oberen Hälfte des Spielfeldes, insbesondere im Bereich des Sechzehnmeterraumes, wurde der Rasen mit mehreren Dutzend Spatenstichen massiv beschädigt. Dabei wurden zahlreiche Rasenstücke tief ausgestochen und teilweise auf dem Spielfeld verteilt zurückgelassen“, teilt der Verein mit.
Doch es ist noch weit schlimmer: „Darüber hinaus wurden die Tornetze des oberen Großfeldtores mutwillig zerschnitten. Auch ein weiteres Großfeldtor, das insbesondere für Spielzwecke unserer Jugendmannschaften genutzt wird, wurde beschädigt. Besonders besorgniserregend ist zudem, dass der Rasen offenbar mit einer bislang unbekannten Flüssigkeit behandelt wurde. An mehreren Stellen sind bereits deutliche Reaktionen des Rasens zu erkennen, unter anderem eine Gelbfärbung einzelner Rasenflächen. Welche Auswirkungen dies auf den Platz haben wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.“ Offenbar wurde ein Unkrautvernichter verwendet.
Die Polizei war vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch Volkmar Beier, Vizepräsident des Sächsischen Fußball-Verbandes, war vor Ort – und ebenfalls geschockt: „So eine sinnlose Aktion ist mit nichts zu rechtfertigen. Hier waren Idioten am Werk.“ Bisher ist völlig unklar, warum es zu dieser Zerstörung kam.
Der Verein schreibt in seiner Mitteilung weiter: „Der Sportplatz ist nicht ausschließlich für den Vereinssport von Bedeutung. Er wird regelmäßig auch für den Schulsport der örtlichen Grundschule und Oberschule genutzt. Die mutwillige Beschädigung betrifft damit nicht nur den laufenden Spiel- und Trainingsbetrieb des Vereins, sondern auch zahlreiche Kinder und Jugendliche, die den Platz im Rahmen des Schul- und Jugendsports nutzen. Wir sind über das Ausmaß und die offensichtliche Mutwilligkeit dieser Tat fassungslos. Der Sportplatz wird mit viel ehrenamtlichem Engagement gepflegt und steht der gesamten örtlichen Gemeinschaft zur Verfügung.“
Es wird um Zeugenhinweise gebeten. Immerhin gibt es bereits erste Hilfsangebote. Der FC Eilenburg hat sich gemeldet und will unter anderem Anbaugeräte für die Rasenpflege zur Verfügung stellen.
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