Die F1 im Schumacher-Check - Was er über Verstappen denkt +++ Wer sein Favorit ist
Ralf Schumacher (51) spricht im Interview über seine Hochzeit, seine Doku und die aktuelle Formel 1.
BILD: Herr Schumacher, Sie haben Ende Mai Ihren Partner Étienne geheiratet. Wie ist das Leben als verheirateter Mann?
Ralf Schumacher (51): Es fühlt sich kaum anders an. Es war schon immer sehr harmonisch zwischen uns. Das ist es auch weiterhin. Durch die Hochzeit haben wir das praktisch nur manifestiert.
Nein, dazu hatten wir kaum Zeit. Wir waren viel unterwegs, waren auf zwei Geburtstagen und einer weiteren Hochzeit eingeladen. Dabei hatten wir natürlich auch ab und zu mal Zeit nur für uns zwei, aber Flitterwochen im eigentlichen Sinne waren das nicht. Vielleicht kommen die noch.
Sie haben sich auf dem Weg zur Eheschließung von einem Kamerateam begleiten lassen. Daraus wurde bei Sky die Doku „Ralf & Étienne: Wir sagen Ja“. Was haben all jene Menschen verpasst, die die Doku nicht gesehen haben?
Sie haben sehr schöne Einblicke verpasst. Wir haben uns gezeigt, wie wir wirklich sind. Ich glaube, wer die vier Teile gesehen hat, hat uns menschlich wirklich näher kennengelernt. Mit all unseren Eigenheiten. Wir haben die Kamera bei nahezu allen Vorbereitungen dabeigehabt, auch bei der standesamtlichen Trauung.
Eigentlich ist die Doku ja mit der Eheschließung abgeschlossen. Wird es trotzdem eine Fortsetzung geben?
Ich lese kaum Kommentare im Internet. Die Reaktionen, die mich erreicht haben, waren durchweg sehr positiv. Wir waren happy, Sky war happy. Und das mediale Echo war sensationell. So etwas hat es in den letzten Jahren über eine Doku selten gegeben.
Gab es homophobe Reaktionen – oder hat Deutschland 2026 akzeptiert, dass zwei Männer heiraten?
Ich bin mir sicher, die hat es gegeben. Es ist ja so, dass Leute im Internet immer schnell kommentieren, wenn ihnen etwas nicht passt. Wenn sie etwas mögen, kommentieren sie nicht so schnell. Aber nochmal: Ich lese mir diese Reaktionen selten bis nie durch.
Ja. Er war ja früher schon bei Rennen, als noch keiner wusste, dass wir zusammen sind. In dieser Saison war er zuletzt in Monaco dabei. Er hat einen Zugangspass für die Boxengasse, aber eigentlich hat er ja nichts zu tun, wenn ich arbeite. Deshalb kommt er nicht so oft. Ich denke, er wird am Ende der Saison bei vier bis fünf Rennen dabeigewesen sein, die meisten in Europa.
In Ihrer Funktion als Experte hätten wir dann auch noch ein paar Fragen in Sachen Formel 1 ...
Kimi Antonelli kommt als Führender aus der Sommerpause. Was muss er machen, um den Titel zu holen?
Vor allem muss er einen kühlen Kopf bewahren. Er ist jetzt der Gejagte. Das wird sich über den Sommer bei ihm eingebrannt haben. Aber ich bin mir sehr sicher, dass sein Vater und auch Toto Wolff ihm dabei helfen. Für mich ist er weiterhin der Favorit.
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